Doppelt so viele Insolvenzen

Erstellt am 29. September 2022 | 04:12
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Konkurs Insolvenz Symbolbild
Symbolbild
Foto: Shutterstock, Tashatuvango
Lage im Burgenland weniger dramatisch als im Bund, trotzdem jeden dritten Tag eine Firmenpleite. Hauptopfer: Handel.
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Die ersten Hochrechnungen für das Jahr 2022 des KSV1870 beinhalten eine gute und eine schlechte Nachricht: Die Insolvenzfälle in Österreich haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, im Burgenland steigen sie mit rund 60 Prozent aber noch am zweit-geringsten, besser ging es nur steirischen Unternehmen. Besonders betroffen sind die Branchen Bauwirtschaft, Handel und Kraftfahrzeuge. Als Gründe für den Anstieg nennt der KSV1870 die nun fällig werdenden Stundungszahlungen der Corona-Pandemie, aber auch die massiven Preissteigerungen im Energiesektor, Lieferengpässe sowie den Personalmangel.

Insolvenzen burgenland
Foto: KSV1870, Hochrechnung aus 1.bis 3. Quartal; Grak: Hammerl

Der Anteil der Konkurse – also Insolvenzverfahren, die mangels Vermögen nicht eröffnet werden konnten – stieg besonders stark. Auffällig ist auch der massive Anstieg an Verbindlichkeiten von 200 Prozent auf 90 Millionen Euro.

Die größten burgenländischen Insolvenzen waren 2022 Hackl Container in Wulkaprodersdorf (10,5 und 14 Millionen Euro), der größte Konkurs das Bau-Unternehmen Steiner in Illmitz (6,5 Millionen Euro).