Teuer, teurer, Häuserpreise: Das Burgenland in Zahlen

Erstellt am 19. Mai 2022 | 05:39
Lesezeit: 3 Min
Grundstückspreis Hausbau Symbolbild
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Sasun Bughdaryan
Eigenheim-Preise stiegen im Burgenland 2021 um sieben Prozent; für Kredit braucht es 1,9 Jahresgagen.
Werbung

Es ist ein schwacher Trost, dass die Preisexplosion am Immobilienmarkt im Burgenland noch deutlich weniger explosiv als im Rest von Österreich ist. Das durchschnittliche Haus kostet hierzulande 170.000 Euro – freilich mit enormen Preisunterschieden von Norden nach Süden (siehe Grafik unten).

440_0900_468588_bvz20wagi_haeuserpreise.jpg
Foto: BVZ

Im Bundesschnitt legt man 314.000 Euro für ein Haus hin, in Tirol und Wien sind es 800.000 Euro, ergab die Jahresauswertung 2021 des österreichischen Immobilienexperten-Netzwerks RE/MAX.

Der Einfamilienhausmarkt hatte seinen historischen Mengenhöhepunkt 2018 mit 12.689 Käufen bundesweit. 2019 und 2020 schrumpfte er, 2021 herrschte Stillstand. Dabei ist die Tendenz nicht in allen Bundesländern gleich: Im Burgenland wurden 2021 vier Prozent mehr Häuser verkauft als 2020, nur in Wien ist der Immobilienmarkt „heißer“ (plus sieben Prozent). In NÖ und OÖ ging die Zahl der verkauften Häuser sogar zurück.

RE/MAX vermutet, dass es nicht an der fehlenden Nachfrage, sondern am fehlenden Angebot gelegen ist. Das lasse sich leicht an der Preisentwicklung erkennen. In allen Bundesländern sind die typischen Preise nach oben gegangen, von 32,8 in Tirol bis zu sieben Prozent im Burgenland.

Nord-Süd-Gefälle, aber gleiche Preissteigerung

Während man im Süd- und Mittelburgenland ein Haus typischerweise unter 150.000 Euro bekommt, muss man in Neusiedl 260.000 und in Eisenstadt 230.000 Euro hinlegen.

So verschieden das Preis-Niveau ist, das Problem ist im ganzen Land das gleiche: Die Preissteigerung von 2020 auf 2021 ist enorm. Im Bezirk Oberwart musste man 20 Prozent mehr zahlen, das ist der landesweite Spitzenwert. Auch die Preissteigerung in den Bezirken Neusiedl (plus 14 Prozent) und Eisenstadt (plus 12,6) kann – oder eher: muss – sich sehen lassen. Einziger Ausreißer ist Mattersburg, wo man 2021 um 3,5 Prozent weniger für das Haus zahlte als 2020.

Ab Mitte 2022 gilt, dass man 20 Prozent Eigenmittel für den Wohnkredit erbringen muss. IMMOunited hat errechnet, dass das in Eisenstadt im Schnitt 1,9 Jahresgehälter sein werden. Das ist in NÖ und Steiermark ähnlich, im Westen braucht man drei, in Wien je nach Bezirk zwei bis sieben Jahresgehälter Eigenmittel, um den Wohnkredit zu bekommen.

Umfrage beendet

  • Habt Ihr für den Kauf eures Hauses (ohne Renovierungsarbeiten und Kaufnebenkosten) mehr als 170.000 Euro bezahlt?