Burgenland trägt Qualifizierungskosten. Das Burgenland hat aufgrund der Coronakrise die Arbeitnehmerförderung geändert.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. Mai 2020 (17:26)
 Videokonferenz zur neuen Initiative. Soziallandesrat Christian Illedits.
LMS

Burgenländern, die zwischen Anfang März und Ende Juni ihren Job verloren haben, biete man an, anfallende Kosten für Qualifizierungskurse zu 100 Prozent durch das Land zu übernehmen, teilte Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Montag mit. Übernommen werden dabei Kosten bis zu maximal 4.000 Euro pro Kurs.

In der Sitzung des Arbeitnehmerförderungsbeirates wurden am Montag auch die Fristen zur Beantragung des Fahrtkostenzuschusses verlängert. Dieser könne nun auch von Beschäftigten bezogen werden, die im Home-Office arbeiteten.

"Mit 1. Mai waren 13.569 Burgenländerinnen und Burgenländer arbeitslos. Das entspricht einem Plus von 61,8 Prozent zum Vorjahresmonat", so Illedits. Die Kostenübernahme eröffne vielen, die ohne eigene Schuld arbeitslos geworden seien, eine neue Jobperspektive, so der Beiratsvorsitzende, Arbeiterkammerpräsident Gerhard Michalitsch. Michalitsch erneuerte die Forderung nach einem höheren Arbeitslosengeld.

Nach der Krise seien unterstützende Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit, die ein Plus von 119 Prozent verzeichne, dringend notwendig. Als Beispiel nannte Michalitsch die Ausweitung von Stiftungsmaßnahmen und Beschäftigungsinitiativen für ältere Arbeitnehmer. Benötigt werde darüber hinaus die Verlängerung des Kurzarbeitszeitraumes für besonders betroffene Branchen wie Tourismus und Gastronomie.