Industrie im Burgenland: Motor wird „leiser“. Derzeit zwar gute Geschäfts- und Auftragslage, aber abgeschwächte Erwartungen für das nächste Halbjahr.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 07. August 2019 (05:51)
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Der Konjunkturhöchststand in der burgenländischen Industrie ist überschritten, das bestätigt die aktuelle Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2019 von der Industriellenvereinigung Burgenland (IV) und der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer. Die Einschätzung der Konjunktur ist zwar weiterhin insgesamt positiv, allerdings mit Abschwächungen.

Während die aktuellen Auftragsbestände auf fast gleichem Niveau wie im ersten Quartal liegen, erwarten 30 Prozent der Unternehmen eine schlechtere Geschäftslage in sechs Monaten. Um im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen, spricht sich IV-Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl für eine Fortsetzung des Reformkurses auf Bundesebene und gegen Budgetbelastungen in Form von Wahlzuckerln aus.

„Gegen den allgemeinen Trend erfreulich“ sei die aktuelle Situation bei den Auslandsaufträgen: Trotz Handelskonflikten und drohendem Brexit halten sich diese bei burgenländischen Unternehmen auf „hohem Niveau“. Ein beständiges Bild zeige sich beim Mitarbeiterstand, der Fachkräftemangel sei jedoch nach wie vor „eine große Herausforderung“, heißt es.