IV und WK mit „vorsichtigen Optimismus“ für Firmen. Viertes Quartal 2019 zeigt Eintrübungen im Auftragsbestand. Leichter Optimismus für das nächste halbe Jahr.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Februar 2020 (06:10)
Ingrid Puschautz-Meidl: „Fachkräftemangel bleibt große Herausforderung.“
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Die Aufträge sind laut aktueller Konjunkturumfrage von Industriellenvereinigung (IV) Burgenland und der Wirtschaftskammer-Sparte Industrie etwas zurückgegangen. Dennoch wird die derzeitige Geschäftslage von den burgenländischen Unternehmern noch recht positiv eingeschätzt – befragt wurden 23 Unternehmen mit fast 5.000 Beschäftigten. Aufgrund einer rückläufigen Exportlage wird allerdings eine Abschwächung der Konjunktur erwartet.

Besonders die metallverarbeitende Industrie spüre die wirtschaftliche Abhängigkeit von der schwächelnden deutschen Fahrzeugindustrie und die Unsicherheiten des Brexits, heißt es. Die „relativ stabile Einschätzung der Geschäftslage“ und eine „leicht steigende Einschätzung der Verkaufspreise“ würden aber hinsichtlich der Konjunktursituation im nächsten Halbjahr auf Optimismus hindeuten.

Stabil zeige sich der Mitarbeiterstand in der Industrie, so IV-Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl, gut ausgebildete Fachkräfte würden auch in den nächsten Monaten gehalten, da der Fachkräftemangel „nach wie vor eine große Herausforderung darstellt.“ Puschautz-Meidl fordert die Politik auf, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Industriestandortes Burgenland zu erhöhen und nicht zu gefährden.