Gute Apfelernte bringt Preisdruck mit sich

Erstellt am 29. August 2018 | 04:06
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Burgenland Landwirtschaft - Gute Apfelernte bringt Preisdruck mit sich
Topqualität: Johann Plemenschits –im Bild mit seinen Enkeln Joshua und Hannes – und Niki Berlakovich sind mit der Apfelernte zufrieden.
Foto: BVZ
Apfelernte hat zwei Wochen früher als üblich begonnen. Beim Obstbauverband ist man mit Quantität und Qualität zufrieden.
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Die Apfelernte hat begonnen. „Wir sind zufrieden mit Menge und Qualität“, meint Burgenlands Obstbau-Präsident Johann Plemenschits. Da in ganz Europa eine große Ernte erwartet wird, muss laut Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich aber mit einem starken Preisdruck am Markt gerechnet werden.

Dies bestätigt auch Plemenschits: „Europaweit wird eine Ernte von 12 Millionen Tonnen erwartet, alles über 9,5 Millionen Tonnen ist schwierig zu verkaufen. Aufgrund der Russland-Sanktionen steht ein wichtiger Entlastungsmarkt für Überproduktion nicht zur Verfügung.“

Landwirtschaftskammer und Obstbauverband appellieren daher an die Konsumenten, direkt beim Bauern zu kaufen und im Supermarkt bewusst zu heimischen Obst mit dem AMA-Gütesiegel zu greifen. Im Burgenland gibt es rund 130 Obstbauern, die auf rund 410 Hektar Äpfel intensiv produzieren. Darüber hinaus werden extensiv rund 1.000 Hektar Streuobstwiesen mit Apfelbäumen bewirtschaftet.

Die Hauptanbaugebiete sind in Kukmirn, im Raum Neuhaus am Klausenbach, in Klostermarienberg, im Gebiet Wiesen-Forchtenstein-Pöttsching sowie im Seewinkel. Landwirtschaftskammerpräsident Berlakovich betont, dass die gute Qualität der heimischen Äpfel nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis einer Vielzahl von Maßnahmen wie gezielter Bewässerung ist. Die Errichtung von einem Hektar Obstbaufläche mit Hagelnetz und Beregnungsanlage beläuft sich auf etwa 60.000 Euro.