Black Friday: Jeder Zweite will auf Schnäppchenjagd gehen

Erstellt am 23. November 2022 | 13:43
Lesezeit: 3 Min
Black Friday Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Rawpixel.com
Aber jeder Dritte will heuer weniger Geld ausgeben als im Vorjahr, wegen Inflation - Weihnachtseinkäufe werden vorgezogen
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Die alljährliche Rabattschlacht Black Friday dürfte auch heuer viele Österreicherinnen und Österreicher in den Handel locken. Laut einer Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) will mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) im Rahmen des Shopping-Events auf Schnäppchenjagd gehen. Gleichzeitig will gut jeder Dritte weniger Geld dafür ausgeben als im Vorjahr. Durchschnittlich werden nur rund 250 Euro veranschlagt, das sind 29 Prozent weniger als im internationalen Schnitt.

BCG hat in einer Umfrage 9.000 Konsumenten in neun Ländern befragt, darunter über 1.000 in Österreich.

Dass heuer weniger Geld beim Black Friday ausgegeben werden soll, ist vor allem der hohen Inflation geschuldet. 37 Prozent nennen die stark gestiegenen Preise als Grund, 35 Prozent die höheren Ausgaben für lebensnotwendige Güter (35 Prozent) und 30 Prozent das durch die Krise gesunkene Einkommen.

Dementsprechend werden auch Weihnachtseinkäufe auf das Rabatt-Spektakel schon vorgezogen, 90 Prozent der Befragten wollen den Black Friday bzw. die Black Week laut BCG für Weihnachtseinkäufe nützen. Die Meisten wollen Kleidung für Erwachsene oder Unterhaltungselektronik, Kinderkleidung und Spielzeug erwerben.

Auch Reisen könnten vermehrt gebucht werden, da die Black Week Frühbucher animieren will. Mehr als die Hälfte der Befragen (54 Prozent) beabsichtige, im Vergleich zum Vorjahr mehr für touristische Angebote auszugeben.

Zufriedenheit mit Einkäufen gering

Die Zufriedenheit mit den Einkäufen beim Black Friday oder Cyber Monday ist in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern allerdings sehr gering. 40 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gaben an, mit ihren Einkäufen unzufrieden gewesen zu sein, in Deutschland sind es lediglich 29 Prozent, in Italien 20 Prozent und in Spanien 19 Prozent. Meist sorgen Lieferengpässe oder lange Lieferzeiten für Unmut.

Geshoppt wird natürlich nicht nur im stationären Handel, sondern auch online. Dabei dürften heuer laut BCG vor allem Online-Marktplätze wie Amazon profitieren, während offizielle Marken-Webseiten ihre Zugewinne aus der Corona-Zeit eher wieder abbauen könnten.

Trend aus den USA

Der Black Friday stammt aus den USA, es ist der Freitag nach Thanksgiving, der stets auf den vierten Donnerstag im November fällt. Das Wochenende nach dem Erntedankfest gilt in den Vereinigten Staaten als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Der Onlinehandel zieht mit dem Cyber Monday nach. Zunehmend schwappte die Rabattschlacht auch nach Europa. Mittlerweile ist das Event nicht mehr strikt auf einen Tag beschränkt, sondern wurde zur Black Week ausgeweitet.