Einlagensicherung getäuscht: Prozess in Eisenstadt vertagt

Erstellt am 21. März 2022 | 13:15
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Gericht Eisenstadt Justizzentrum Eisenstadt Burgenland Prozess Urteil Symbolbild
Das Justizzentrum Eisenstadt.
Foto: Werner Müllner
Eine Familie, die nach der Pleite der Commerzialbank Mattersburg die Einlagensicherung getäuscht haben soll, ist am Montag in Eisenstadt vor Gericht gestanden.
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Ein Ehepaar und dessen 28-jähriger Sohn sollen Sparbücher an Verwandte und Bekannte weitergegeben haben, um mehr als die von der Einlagensicherung abgedeckten 100.000 Euro pro Person zurückzubekommen. Weil ein wesentlicher Zeuge aufgrund des Coronavirus entschuldigt war, wurde der Prozess auf 26. April vertagt.

Der Familie wird schwerer Betrug vorgeworfen. Insgesamt sind acht Personen angeklagt. Der 60-jährige Mann soll laut Landesgericht 15, seine 56-jährige Frau neun und der Sohn ein Sparbuch bei der Commerzialbank gehabt haben. Jene Sparbücher, die über die 100.000 Euro pro Person hinausgehend nicht von der Einlagensicherung abgedeckt waren, gaben sie an andere weiter, denen das Geld daraufhin überwiesen wurde. Der Einlagensicherung entstand auf diese Weise ein Schaden von knapp 350.000 Euro. Am 26. April soll der Prozess mit der noch ausständigen Zeugenbefragung fortgesetzt werden.