Martini-Gansl: Gefragtes Federvieh aus dem Süden

Im Rahmen des Projekts „Südburgenländische Weidegans“ wurden heuer rund 5.600 Weidegänse vermarktet – ein neuer Höchstwert.

Erstellt am 11. November 2021 | 03:11
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Top-Produkt Weidegans. Die Tiere werden artgerecht und naturnahe gehalten. Regionalität sei gefragt, betonen Obmann Siegfried Math (l.) und Projektleiter Christian Reicher.
Foto: I. Kuzmits

„Die Nachfrage hat uns in Zeiten wie diesen selbst etwas überrascht, – wir waren schon Anfang November ausverkauft“, schildert Christian Reicher, Leiter des Projekts „Südburgenländische Weidegans“ der BVZ. Rund 5.600 Weidegänse seien heuer vermarktet worden: „Ein neuer Höchstwert seit Bestehen des Projekts.“

Trotz Corona sei offenbar das Bedürfnis der Burgenländer heuer noch stärker, sich privat oder im Gasthaus zum Ganslessen zu treffen, ergänzt Obmann Siegfried Math: „Ein Gansl zu Martini hat bei uns eben Tradition. Bereits unter den schwierigen Umständen im Vorjahr konnten die Wirte ja etwa mit dem ‚Gansl-to-go’ wirtschaftlich einiges kompensieren.“

Der 2002 gegründete Verein „Südburgenländische Weidegans“ zählt 15 Partnerbetriebe. Da die Gänse-Nachfrage größer sei als das Angebot, „wären wir froh über weitere Produzenten,“ so Reicher. Hauptabnehmer (rund 60 Prozent) ist die Gastronomie: Über 30 Wirte führen die heimische Weidegans auf ihrer Karte. Einen fixen Preis gibt es nicht, – pro Kilo muss man laut Reicher „mit elf bis 17 Euro“ rechnen.