Verlängerter Weltspartag wegen Covid-19. Banken dehnen Weltspartag auf Weltsparwoche aus. Geschenke wird es geben, Kundenandrang soll vermieden werden.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:55)
Covid-19-Maßnahmen für Sparer: Spartenobmann Alfred Vlcek (l.) und Bank Burgenland-Vorstand Gerhard Nyul.
Gollubics

Seit 95 Jahren wird der Weltspartag traditionell am 31. Oktober begangen, heuer wird er coronabedingt zu einer Weltsparwoche (27. bis 30. Oktober). Dadurch würden nicht so viele Menschen an einem einzigen Tag in die Bank kommen und sich die Gefahr einer Covid 19-Ansteckung verringern, erklärt Gerhard Nyul, stellvertretender Sparten-Obmann in der Wirtschaftskammer und Vorstandsdirektor der Bank Burgenland.

Gesundheit habe oberste Priorität, betont Nyul, sein besonderer Appell geht daher an Risikogruppen: „Wir bitten vor allem Pensionisten, einen Bankbesuch zu besonders frequentierten Zeiten zu vermeiden.“ Kundenempfänge und Bewirtungen fallen heuer aus, ebenso der Besuch von Schul- und Kindergartengruppen. Was es allerdings geben wird, sind Geschenke, einige Banken beginnen schon diese Woche mit der Verteilung.

Bezüglich Sparform sei bei den Burgenländern nach wie vor das Sparbuch am beliebtesten, so Nyul. Mit dem Weltspartag wolle man unter anderem auch junge Kunden erinnern, „dass es auch Sinn macht, auf einen Wunsch, auf einen Gegenstand hinzusparen und nicht sofort mit einem Kredit zu kaufen.“ Einen Vertrauensverlust in das Bankensystem durch den Commerzialbank-Skandal sehen Gerhard Nyul wie auch Spartenobmann Alfred Vlcek nicht – der Sektor sei sicher und stabil. Es habe sich auch gezeigt, dass die Einlagensicherung „bestens funktioniert“.