Weltspartag wird heuer zu Weltsparwochen ausgeweitet. Der Weltspartag ist für gewöhnlich der Tag, an dem die Österreicher ihre Bankfiliale besuchen - sei es aus einer jährlichen Tradition heraus, um Kindern das Sparen näherzubringen oder lediglich um sich das Weltspartagsgeschenk abzuholen. In Anbetracht der Coronakrise ist jedoch heuer alles anders. Der Weltspartag wird zu Weltsparwochen ausgedehnt, wird aber gleichzeitig in einem stark abgespeckten Rahmen stattfinden.

Von APA . Erstellt am 20. Oktober 2020 (07:14)
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Offiziell ist der Weltspartag der 31. Oktober. In Österreich und auch in anderen Ländern wurde es bisher so gehandhabt, dass dieser Tag auch am letzten Werktag vor dem 31. Oktober stattfinden konnte, wenn dieser auf einen Feiertag oder ein Wochenende fiel, damit die Banken und Sparkassen für ihre Kunden zugänglich waren.

Heuer werde der Weltspartag voraussichtlich "deutlich ruhiger" ablaufen, heißt es beispielsweise aus der Volksbank Wien. Man werde niemanden aktiv dazu motivieren, an diesem einen Tag in die Filialen zu kommen nur um etwas Bargeld einzuzahlen oder ein Geschenk abzuholen - nicht zuletzt, weil der Altersdurchschnitt am Weltspartag erfahrungsgemäß eher höher sei und das genau die Menschen seien, die man keinem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen wolle. Wer Beratungsbedarf habe, könne aber jederzeit einen Termin für ein Gespräch vereinbaren.

Kundenempfänge wie sie gewöhnlich am Weltspartag stattfinden würden - oftmals mit Buffet, Getränken und Aktivitäten für Kinder - sind im Corona-Jahr gestrichen worden. Die Kunden sollen zwar den Filialen nicht komplett fernbleiben, aber sich auf einen größeren Zeitraum verteilen, damit es nicht zu unnötig hohem Andrang an einem einzelnen Tag kommt.

Die Erste Bank appelliert in diesem Sinne an ihre Kunden, "das zeitlich erweiterte Angebot wahrzunehmen und in der Filiale auf ausreichenden Abstand zu achten". Zudem empfiehlt die Bank Covid-19-Risikogruppen, die Bankfilialen zu Stoßzeiten zu vermeiden.

Auf Geschenke für die Kinder wird aber meist nicht verzichtet. Erste und BAWAG geben heuer Spiele, Kalender oder Bastelbücher für die Kleinen aus, auch Raiffeisen und Volksbank halten Geschenke für die jungen Sparer bereit. Diese könnten in den Weltsparwochen - aber auch danach noch, solange der Vorrat reicht - von den Kunden geholt werden.

Die Bank Austria reduziert den Weltspartag indessen auf das Nötigste. Geschenke gibt es nicht, die ursprünglich vorgesehenen und bereits beschafften Geschenke werden von der UniCredit Bank Austria an das SOS Kinderdorf, lokale karitative Organisationen sowie Kindergärten und Schulen gespendet, heißt es in einer Aussendung der Bank. Zudem setzt die Bank auf Terminvereinbarungen, um einen zu großen Andrang in den Filialen zu vermeiden.

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