Burgenland-Betriebe: 3/4 setzen auf digitale Lösungen. Etwas mehr als drei Viertel der burgenländischen Betriebe setzen auf digitale Anwendungen und Lösungen. In vielen Bereichen, etwa bei der Kommunikation, habe die Digitalisierung bereits einige Veränderungen mit sich gebracht.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 11. September 2019 (13:04)
Wirtschaftskammer Burgenland
Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth (r.) und Spartenobmann Hans Lackner.

Nachholbedarf gebe es beim Breitbandausbau, betonte Peter Nemeth, Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland, am Mittwoch bei der Präsentation der Ergebnisse einer Umfrage.

Die Befragung von 463 Unternehmern aus diversen Branchen habe gezeigt, dass insbesondere Industriebetriebe mit der Breitband-Infrastruktur im Burgenland unzufrieden seien. "Das Angebot ist nicht ausreichend. Hier haben wir auch im internationalen Vergleich Nachholbedarf", sagte Johann Lackner, Spartenobmann für Information und Consulting. Vom Land fordere man daher eine Forcierung des Breitbandausbaus im ganzen Burgenland.

Aber auch wenn es in gewissen Bereichen noch Nachholbedarf gebe, sei die Digitalisierung längst in den burgenländischen Unternehmen angekommen, sagte Lackner. So hätten etwa 56 Prozent der befragten Betriebe angegeben, dass in ihrem Unternehmen ohne Digitalisierung "gar nichts mehr" gehe. Drei Viertel meinten außerdem, dass sich ihr Markt durch die Digitalisierung nachhaltig verändert habe, 82 Prozent erwarten weitere Veränderungen in der Zukunft.

Die Digitalisierung erfordere einige Umstellungen in den Betrieben, die nicht nur eine finanzielle Herausforderung darstellten, sondern auch die Mitarbeiter forderten, sagte Nemeth. Die Wirtschaftskammer will die Ergebnisse der Umfrage deshalb dazu nutzen, um ihr Angebot an die Unternehmen zu verbessern und auszubauen.

So biete man etwa eine digitale Signatur, einen Online-Website-Check und eine digitale Geschäftskontaktemesse. Beim WIFI Burgenland gebe es außerdem die Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet, so Lackner. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern sei das Burgenland bei der Digitalisierung "nicht Nachzügler oder großer Vorreiter", sondern liege in etwa gleichauf.