Digitalisierung der Bauwirtschaft beim Baugewerbetag

Die burgenländische Bauwirtschaft traf sich zum Baugewerbetag in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt. Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Bauunternehmen im Burgenland standen im Mittelpunkt der Tagesordnung.

Erstellt am 26. Februar 2018 | 11:22
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Bauwirtschaft wird Digital
Mag. Patrick Bauer, Univ. -Prof DI Dr. Gerald Goger, Kommerzialrat Johannes Bauer, MMag. Dr. Christoph Wiesinger, LL.M., Bundesinnungsmeisterin Ing. Irene Wedl-Kogler, Bundesinnungsgeschäftsführer Mag. Franz Stefan Huemer, Innungsmeister Ing. DI(FH) Gerhard Köppel, Innungsgeschäftsführer Mag. Raphael Kaplan, Baudirektor DI(FH) Wolfgang Heckenast, Innungsmeister Anton Putz
Foto: WKB

 „Auch an der burgenländischen Bauwirtschaft geht die Digitalisierung nicht spurlos vorbei“, dessen sind sich Bauinnungsmeister Ing. DI(FH) Gerhard Köppel und Anton Putz, der Innungsmeister des Bauhilfsgewerbes, bewusst. Deshalb haben die beiden Innungen das Thema in die Tagesordnung des Baugewerbetages in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt aufgenommen. Eine kluge Entscheidung, ist die Digitalisierung doch noch ein Stiefkind im Bereich der Bauwirtschaft. Zu den Vorreitern zählen die IT- sowie die Kommunikations- und Elektronikbranche sowie der Einzelhandel.

Neben Digitalisierung auch Augmented Reality großes Thema im Baugewerbe

Universitätsprofessor Dr. Gerald Goger hat die Digitalisierungspotenziale in der Bauwirtschaft analysiert. Er sieht vor allem in den Bereichen planen, bauen und betreiben, Chancen für die Umsetzung der Digitalisierung. „Die Bauwirtschaft kann in vielerlei Hinsicht von der Digitalisierung profitieren: Die Kommunikation wird verbessert, die Kostensicherheit erhöht, die Terminsicherheit wird verbessert, die Dokumentation ist lückenlos und auch die Mitarbeiter werden entlastet und das Büro papierlos“, meint der Universitätsprofessor. Ein großes Thema ist auch die Augmented Reality, die computerunterstützte Erweiterung der Realität: 3D-Visualisierungen von Bauprojekten. Gebäude können interaktiv begannen werden.

Zweifelsohne gibt es aber auch Herausforderungen für die Bauunternehmer: Der Aufwand ist gerade in der Anlaufphase groß. Es besteht auch die Gefahr eines „Datenfriedhofs“ und das Problem der Datensicherheit. Eine wesentliche Herausforderung, die Gerald Goger sieht, ist die Gefahr der eingeschränkten Kreativität durch starre Systeme. Die Digitalisierung muss auch in der Lehrlingsausbildung mitgedacht werden.

Bereits erfolgreich umgesetzt: "Friedhof 2.0" von Kommerzialrat Bauer

Kommerzialrat Johannes Bauer hat mit dem Friedhof 2.0 das Thema Digitalisierung in seinem Bereich bereits erfolgreich umgesetzt. Seine Geschäftsidee, die er auch beim Baugewerbetag vorgestellt hat, ist es, QR-Codes am Grabstein anzubringen, die dann in der virtuellen Welt das Andenken an die Verstorbenen aufrechterhalten.

Die Bauinnung und das Bauhilfsgewerbe haben gemeinsam rund 1.100 Mitglieder im Burgenland.