Fischer Holz: „Die Umwelt muss es uns Wert sein“. Das ein Unternehmen wirtschaftlich und nachhaltig arbeiten kann, beweist die Firma Fischer Holz. Hier wird nicht nur Wert auf Qualität, sondern auch auf die Umwelt gelegt.

Erstellt am 10. Juni 2021 (00:00)
Symbolbild
Shutterstock/ Krasula

Das Unternehmen Fischer Holz mit Standorten in Rotenturm und Hartberg ist ein Spezialist rund ums Thema Holz. In den Sägewerken werden 20 heimische Holzsorten verarbeitet. Nicht nur bei der Herkunft des Rohstoffes achtet das Unternehmen auf Regionalität, auch bei der Verarbeitung und beim Transport wird auf CO2 schonende Ressourcen und somit auf Nachhaltigkeit gesetzt.

BVZ: Warum haben Sie sich für einen nachhaltigen und regionalen Weg in ihrer Firma entschieden?

Setzt auf Qualität und Nachhaltigkeit. Geschäftsführer Bernhard Fischer.
zVg, zVg

Bernhard Fischer: „Wir arbeiten mit einem nachhaltigen Rohstoff, daher passt dazu auch eine nachhaltige Arbeitsweise. Die Umwelt ist mir persönlich viel Wert, daher sollten wir sie auch für die nächsten Generationen erhalten. Wenn der nachhaltige Weg auch wirtschaftlich ist, warum sollte ich ihn dann nicht gehen?

BVZ: Welche nachhaltigen Maßnahmen werden im Betrieb umgesetzt?

Bernhard Fischer: „Unser Holz stammt aus einem Umkreis von maximal 150 Kilometern. Außerdem arbeiten wir mit natürlicher Energie. So wird das Holz zum Beispiel umweltschonend durch die Kraft der Sonne und des Windes getrocknet. Außerdem haben wir im Februar 2021 eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen – die mit 1,5 Megawatt eine der größten im Burgeland ist – und es kommen zwei Elektro-Stapler zum Einsatz. Hierfür haben wir eine eigene E-Tankstelle im Betrieb. Des Weiteren ist es uns vor zwei Jahren gelungen, den alten Bahnanschluss in Rotenturm wieder zu aktivieren.“

BVZ: Bedeutet der nachhaltige Weg einen Mehraufwand für den Betrieb?

Bernhard Fischer: „Es kostet zu Anfang zwar ein paar Euro aber der Mehraufwand ist nicht maßgeblich. “

BVZ: Wie haben Kunden und Mitarbeiter auf die Umstellung reagiert?

Bernhard Fischer: „Es gibt einige Kunden, die einen sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Der Rohstoff Holz ist ja generell der einzige Baustoff, der wieder nachwächst und in Österreich wächst mehr Holz nach, als entnommen wird. Der breiten Masse ist jedoch immer noch ein guter Preis wichtiger als die Herstellung und Verarbeitungsweise.

Unsere Mitarbeiter sind ein eingeschworenes Team und sind voll auf unserer Betriebs-Linie.“

BVZ: Würden sie den nachhaltigen Weg auch anderen Firmen ans Herz legen?

Bernhard Fischer: „Ich würde den nachhaltigen Weg nicht nur anderen Unternehmen, sondern jedem ans Herz legen. Der Erd-überlastungstag findet immer früher im Jahr statt, daher muss der Mensch anfangen umzudenken.“

zVg