Fahrräder liegen voll im Trend. Das Burgenland ist auf den Radtourismus ausgelegt. Seit zwei Jahren wird vom Land ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt, mit dem auch das Alltagsradeln vorangetrieben wird.

Erstellt am 10. Juni 2021 (00:00)
Das Burgenland soll Radland Nummer 1 werden. Landesrat Heinrich Dorner mit Christine Wurm von der Mobilitätszentrale, Rita Stenger, Silvia Mühlgaszner und Rainer Porics.
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Das Fahrradfahren oder auch „Alltagsradeln“ erfüllt wichtige Bedürfnisse wie umweltfreundliche, individuelle Fortbewegung, es unterstützt einen gesunden Lebensstil und macht Spaß. Das Burgenland ist praktisch flächendeckend auf den Radtourismus ausgelegt: viele Angebote – von Fahrradverleih über geführte Touren, E-Bike-Tankstellen oder verschiedene Servicepunkte – machen Radfahren zum Genuss.

Aus einer Befragung im Rahmen der Gesamtverkehrsstrategie des Landes, die derzeit erarbeitet wird, geht klar hervor, dass das Thema Radfahren für die burgenländische Bevölkerung immer wichtiger wird.

Neben gesundheitlichen Aspekt geht es auch um Nachhaltigkeit

Das Fahrrad ist gerade in Zeiten von Corona das Verkehrsmittel der Wahl geworden. Von der Landespolitik wurde die Bedeutung des Themas „Radfahren“ auch als wichtig erkannt. Mit einem Bündel an Maßnahmen ist die Regierung gerade dabei, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, und will so dem Wunsch der Bevölkerung gerecht werden: Beispielsweise soll der Ausbau des Radbasisnetzes in allen Bezirken intensiv vorangetrieben werden. Neben dem gesundheitlichen Aspekt geht es dabei auch um Nachhaltigkeit. Je mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen, desto mehr CO2 kann eingespart werden.

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„Radfahren soll nicht nur Freizeit- und Tourismusangebot sein, sondern klimaschonendes Alltagsverkehrsmittel“, wünscht sich das zuständige Regierungsmitglied, Verkehrslandesrat Heinrich Dorner. Dazu soll die Infrastruktur in den Gemeinden – Radwege, Abstellanlagen, Gehsteige und gute Beleuchtung – ausgebaut werden. Mit vielen Gemeinden wurden in den vergangenen Jahren gemeinsam Radbasisnetze konzipiert; bei deren Umsetzung unterstützt das Land die Gemeinden auch finanziell. Dorner: „Heuer werden in neun Gemeinden Projekte mit umgesetzt“.

Bis 2030 soll das Radwegenetz im Burgenland verdoppelt werden, lautet die Zielsetzung im „Masterplan Radfahren“ des Landes. Die Aktion „Burgenland radelt“ soll dabei Anreize schaffen, aufs Rad zu steigen und die Fahrradnutzung im Alltag zu erhöhen.