Urlaub mit positivem Einfluss für Umwelt und Kultur. Touristen wünschen sich eine intakte Umwelt und authentische kulturelle Erfahrungen. Ziel der Tourismusbranche sollte daher sein, die Natur zu erhalten und die Kultur zu schützen.

Erstellt am 10. Juni 2021 (00:00)
Symbolbild 
Shutterstock/ KimSongsak

Reisen werden heutzutage meist nicht gerade nachhaltig gestaltet. Langstreckenflüge auf die andere Seite der Erdkugel, Unmengen an CO2, die während einer Kreuzfahrt produziert werden oder oft auch unnötige Kurzstreckenflüge innerhalb eines kleinen Landes belasten die Umwelt zunehmend. Doch auch bei Reisen gibt es Möglichkeiten, sodass ein positiver Einfluss auf die Umwelt, die lokale Bevölkerung und die ökonomische Wertschöpfung entsteht.

Verantwortungsvoller Tourismus fängt daher schon bei der Planung der Reise an. Hierbei können verschiedene Öko-Reiseportale hilfreich sein.

Tourismus und Nachhaltigkeit

Das Ziel von nachhaltigem Tourismus ist es, einen Ort und seine Natur auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Mittlerweile gibt es viele Bestrebungen in diese Richtung. Der beste Beweis dafür sind mehr als 180 verschiedene Zertifikate und Labels, die nachhaltige Angebote kennzeichnen und auszeichnen.

Gerade während der An- und Abreise kommt es beim Tourismus zum Verbrauch von Primärenergie, Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen, die die Atmosphäre beeinträchtigen sowie zu Lärmemissionen.

Im Sinne des nachhaltigen Tourismus sollte man – auch wenn es schwer fällt, besonders wenn das Ziel weit entfernt liegt – auf den Flieger verzichten. Stattdessen sollte man mit der Bahn verreisen und eine Destination wählen, die näher gelegen ist. In Zeiten von Corona erspart man sich so auch lange Zeiten, die man mit Maske im Flugzeug verbringen muss.

Unterkunft ist entscheidend

Auch bei der Wahl der Unterkunft gibt es Unterschiede. Bio-Hotels oder Bauerhöfe achten auf Bio-Lebensmittel, bevorzugen regionale Erzeugung, produzieren weniger Plastikmüll und legen auch auf Unterkünfte in naturnaher Bauweise Wert.

Es gibt aber auch Hotels, die den Ressourcenverbrauch durch zum Beispiel Energiesparmaßnahmen und Wasseraufbereitungssysteme versuchen zu reduzieren.

Kulturelle Aspekt im Vordergrund

Nachhaltiger Tourismus sollte so gestaltet sein, dass die lokale Kultur erhalten oder sogar gefördert wird und ein kultureller Austausch entsteht.

„All-Inclusive“-Konzepte sind bei vielen zwar sehr beliebt, da man sich um nichts mehr kümmern muss, haben aber oft nicht viel mit nachhaltigem Reisen gemeinsam. Denn damit unterstützt man meist nicht die einheimische Bevölkerung, sondern große Tourismuskonzerne, die durch den Kauf von immer mehr Grundstücken die Lebensräume von Mensch und Tier vor Ort minimieren. Fans von nachhaltigem Tourismus sollten daher bei lokalen Anbietern konsumieren.

Wer seinen Reise-Klima-Fußabdruck vor Ort gering halten möchte, der sollte seine Umgebung auch lieber mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln statt einem Mietauto erkunden.