Demo gegen Abschiebung in Eisenstadt. In der Fußgängerzone protestierten großteils junge Menschen gegen die mögliche Abschiebung eines HAK-Schülers.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 04. Februar 2021 (05:00)
Gegen Abschiebungen. Auch die Kinderfreunde schlossen sich der Kundgebung an.
Über 100 Menschen demonstrierten für den Verbleib ihres Mitschülers.

Eine Menschenmenge von 120 Leuten, zum größten Teil Schüler, ist in Eisenstadt nicht erst seit Corona eher ungewöhnlich. Der Grund für die Versammlung war aber ernst: Einem Schüler der HAK/HAS Eisenstadt droht die Abschiebung nach Afghanistan.

„Taufiq ist ein gut integrierter Schüler. Er lebt seit 2017 in Österreich und kann sehr gut Deutsch. Er lebt derzeit im Flüchtlingsheim in Pottendorf und wartet auf seinen Bescheid, ob er abgeschoben wird oder in Österreich bleiben darf“, heißt es in einer Petition seiner Mitschüler, die bislang (Stand Dienstagabend) 5.921-mal unterschrieben wurde.

Vergangenen Mittwoch organisierten seine Mitschüler der HAK/HAS Eisenstadt sowie mehrere Schüler- und Jugendorganisationen eine Kundgebung „gegen Abschiebungen“ in der Eisenstädter Fußgängerzone.

„Es ist immer falsch Kinder abzuschieben“

„Es ist schwer für uns, mit der möglichen Abschiebung von Taufiq umzugehen“, erzählt Klassenkollege Tayfun. „Das nimmt die ganze Klasse natürlich ganz schön mit.“ Die Kundgebung wird nicht der letzte Schritt sein, den seine Unterstützer gegen die mögliche Abschiebung setzen wollen, verspricht er. Nun heißt es: warten auf den Asylbescheid. Wie lange die Ungewissheit dauert, weiß keiner.

Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem von der Sozialistischen Jugend (SJ), den Jungen Grünen und den Kinderfreunden. „Was ist das für eine Welt, in der Menschen wie Sachen in ein fremdes Land verfrachtet werden?“, fragt SJ-Landesvorsitzende Lejla Visnjic bei der Veranstaltung. Neben ihr und vielen Mitschülern, die Taufiq ihre Soildarität aussprachen und Kritik an der Bundesregierung übten: „Es ist immer falsch Kinder abzuschieben“, so mehrere Demonstranten bei der „open-mic-session“.

Über 100 Menschen demonstrierten für den Verbleib ihres Mitschülers.
Über 100 Menschen demonstrierten für den Verbleib ihres Mitschülers.

Eine Menschenmenge von 120 Leuten, zum größten Teil Schüler, ist in Eisenstadt nicht erst seit Corona eher ungewöhnlich. Der Grund für die Versammlung war aber ernst: Einem Schüler der HAK/HAS Eisenstadt droht die Abschiebung nach Afghanistan.

„Taufiq ist ein gut integrierter Schüler. Er lebt seit 2017 in Österreich und kann sehr gut Deutsch. Er lebt derzeit im Flüchtlingsheim in Pottendorf und wartet auf seinen Bescheid, ob er abgeschoben wird oder in Österreich bleiben darf“, heißt es in einer Petition seiner Mitschüler, die bislang (Stand Dienstagabend) 5.921-mal unterschrieben wurde.

Vergangenen Mittwoch organisierten seine Mitschüler der HAK/HAS Eisenstadt sowie mehrere Schüler- und Jugendorganisationen eine Kundgebung „gegen Abschiebungen“ in der Eisenstädter Fußgängerzone.

„Es ist immer falsch Kinder abzuschieben“

„Es ist schwer für uns, mit der möglichen Abschiebung von Taufiq umzugehen“, erzählt Klassenkollege Tayfun. „Das nimmt die ganze Klasse natürlich ganz schön mit.“ Die Kundgebung wird nicht der letzte Schritt sein, den seine Unterstützer gegen die mögliche Abschiebung setzen wollen, verspricht er. Nun heißt es: warten auf den Asylbescheid. Wie lange die Ungewissheit dauert, weiß keiner.

Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem von der Sozialistischen Jugend (SJ), den Jungen Grünen und den Kinderfreunden. „Was ist das für eine Welt, in der Menschen wie Sachen in ein fremdes Land verfrachtet werden?“, fragt SJ-Landesvorsitzende Lejla Visnjic bei der Veranstaltung. Neben ihr und vielen Mitschülern, die Taufiq ihre Soildarität aussprachen und Kritik an der Bundesregierung übten: „Es ist immer falsch Kinder abzuschieben“, so mehrere Demonstranten bei der „open-mic-session“.