Lauf-Guru will St. Georgen Beine machen. Das krisengebeutelte Sankt Georgener Team hat einen Nachfolger von Hannes Marzi präsentiert: Rolf Meixner übernimmt.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 28. Dezember 2016 (06:07)
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Rolf Meixner übernimmt von Hannes Marzi den Trainerposten beim UFC Sankt Georgen-Eisenstadt.
Flöp

Das Trainer-Theater beim UFC Sankt Georgen hat ein Ende. Nun darf man hoffen, dass dieser Komödie kein weiterer Akt oder gar eine Zugabe folgt. Nachdem der Kontrakt mit Hannes Marzi in der Vorwoche – im Einvernehmen – gelöst worden war, begaben sich die UFC-Bosse eifrig auf Trainersuche. Siehe da, man wurde fündig.

Früher Koordinationsspezialist für Nachwuchs

Rolf Meixner ist beim Verein alles andere als ein Unbekannter. Schon im Nachwuchs wurde er als Lauf- und Koordinationsspezialist eingesetzt, später coachte er die U23-Mannschaft und sorgte für Ausdauer, Spritzigkeit und Schnelligkeit der Ersten-Akteure.

In den vergangenen Wochen geisterte sein Name bereits durch die Gerüchteküche. Kandidat „Mister-Möglich“, Hannes „Baldi“ Fasching hätte sich Meixner als seinen Athletikcoach vorstellen können. Daraus wurde aber nichts.

Am Dienstagabend ließen dann Obmann Erwin Nemeth und Sportboss Christian Breyer die Katze aus dem Sack. Passend zur Vorweihnachtszeit wurde Meixner am Christkindlmarkt als neuer Cheftrainer präsentiert.

„Alle stehen hinter den Entscheidungen“

„Ich wurde am Samstag kontaktiert, erbat mir einen Tag Bedenkzeit und sagte dann zu“, erläutert der Neo-Coach. Er selber will aus den zahlreichen einheimischen Youngsters eine schlagkräftige Truppe formen. Das Wort Teamgeist hat für ihn höchste Priorität. „Dass das alleine nicht reicht, ist mir klar“, so Meixner weiter. „Ein bis zwei Akteure, die charakterlich zu uns passen, wollen wir noch verpflichten.“

Quasi mit reinen Eigenbauspielern will man sowohl Erste als auch Reserve bestücken. Und zwar so, dass kein Personalmangel herrscht. Ein schwieriges Unterfangen – immerhin haben acht Spieler den Klub verlassen. „Das ist fast eine Mannschaft“, weiß auch der neue Trainer.

Meixner selber kennt fast alle Spieler, immerhin war er vor einem halben Jahr noch Co-Trainer, ehe er sich das Geschehen von der Tribüne aus ansah. „Jetzt bin ich gefordert, wir können und werden überraschen“, erläutert Meixner. „Ich bin mir sicher, dass wir ein schlagkräftiges Team zusammenstellen werden, das in der Rückrunde positive Resultate einfahren kann.“ Zweckoptimismus? Immerhin war der Trainerjob in Sankt Georgen in der Vergangenheit alles andere als ein Honiglecken.

Meixner bringt den Marzi-Abschied ins Spiel. „Wäre das nicht positiv abgelaufen, hätte ich nicht zugesagt“, meint er. „So spüre ich, dass im Klub alle hinter mir und meinen Entscheidungen stehen.“ Meixner bat die Mannschaft noch vor den Feiertagen zum Training. Im Eisenstädter Allsportzentrum erklärte er den Kickern seine Vorstellungen und Philosophie ehe man sich bei einem Hallenkickerl noch ordentlich austoben konnte. Richtig los geht es dann am Montag, 9. Jänner.