Breitenbrunn

Erstellt am 01. Dezember 2018, 04:35

von Sigrid Janisch

Rupert Berger: 40 Jahre Orgelspiel mit Herz und Seele. Nach 40 Jahren beendet der Breitenbrunner Organist Rupert Berger seine Tätigkeit in der Pfarrkirche. Von Sigrid Janisch

Beendet. Rupert Berger verabschiedete sich nach 40 Jahren, in denen er die Orgel in der Breitenbrunner Pfarrkirche bei den Messen spielte.
 
 |  Sigrid Janisch

Vier Jahrzehnte spielte Rupert Berger die Orgel in der Pfarrkirche Breitenbrunn. „Jetzt habe ich beschlossen, damit aufzuhören“, stellt er fest.

Bereits während seines Lehramtsstudiums der Musik lernte der gebürtige Deutsche im Nebenfach die Kunst des Orgelspielens. Nach Breitenbrunn brachte ihn die Liebe: zur Musik und im weiteren zu seiner Frau: Nach seinem Studium kam er nach Wien, um „das große musikalische Angebot zu nutzen“, erinnert sich Berger. Bei der Hochzeit eines Freundes in Eisenstadt lernte er dann seine Frau kennen. Seit 1969 leben sie in Breitenbrunn. So kam er auch zum Orgel spielen: „Mein Schwiegervater war Kantorlehrer und Organist in Breitenbrunn. Nach seinem Tod übernahm jemand seine Agenden, die bald darauf ich übernahm“, so Berger, Landesmusikreferent der Landesregierung und Musikschulinspektor im Burgenland. Auch die Chorleitung übernahm er einige Jahre.

„Konnte improvisieren und Spiel verfeinern“

Dabei lag ihm das Spielen selbst immer am Herzen: „Ich liebe diese Orgel!“, erklärt er und ergänzt: „Im Lauf der Jahre konnte ich mein Spiel verfeinern und immer wieder auch improvisieren und habe etwa Partien aus Opern miteingebaut“, so Berger –, auch wenn es viel Zeit in Anspruch nahm: „Es ging nicht nur darum, die Stücke zu können. Ich habe auch die Lieder für die Messen zusammen gesetzt, die zur Liturgie passen mussten“, erzählt der Mitbegründer des jährlichen Classical Music Festivals in Eisenstadt ist und seit 17 Jahren die Dramaturgie des Jennersdorfer Festivalsommers, jOpera, ausübt. Die Bilanz lässt sich sehen: „Zu den regulären Messen, ich schätze es waren rund 2000, kommen noch die Feiertagsmessen und Begräbnisse hinzu – grob überschlagen würde ich schätzen, dass es über 5000 waren“, resümiert er.

Und die Zukunft? „Ich werde wieder mehr die Oper und zu musikalischen Veranstaltungen besuchen“, weiß Berger seine nun freien Wochenenden zu genießen.