Schneefall „kann teuer kommen“. Die Arbeiterkammer Burgenland macht darauf aufmerksam, dass man sich zeitgerecht ums Schneeräumen kümmern soll, denn sonst kann es teuer werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Januar 2017 (14:48)
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Müllner

Zumindest sollte man vor 6 Uhr früh einen Blick vor die Haustür machen, um sich zu vergewissern, ob man Schnee schaufeln oder streuen muss. Denn zwischen 6 und 22 Uhr müssen Gehsteige und Gehwege von Schnee gesäubert und bei Glatteis bestreut sein. Dazu ist man gesetzlich verpflichtet.

Im Ortsgebiet sind Gehsteige von Schnee und Eis zu säubern und zu bestreuen. Ist kein Gehsteig vorhanden, ist ein Streifen von einem Meter Breite freizuschaufeln. Nur wenn sich zwischen Liegenschaft und Straße ein mehr als 3 Meter breiter (Grün)Streifen befindet, ist man nicht verpflichtet, einen 1 Meter breiten Gehbereich freizuschaufeln und gegebenenfalls zu bestreuen.

Hauseigentümer können auch einen Winterdienst mit der Schneeräumung beauftragen. In diesem Fall sollte man bei der Auswahl des Unternehmens darauf achten, ob die Firma auch wirklich geeignet ist. Vor „Ein-Mann-Unternehmen“ warnt die Arbeiterkammer. „Sie werden kaum in der Lage sein, alle Verpflichtungen zu erfüllen, wenn es großräumiger schneit. Achten Sie daher darauf, dass im Vertrag alle Verpflichtungen gemäߧ93 Straßenverkehrsordnung übergeben werden und akzeptieren Sie keinesfalls Einschränkungen wie ‚Räumung sobald wie möglich‘ oder ‚Räumung nach Maßgabe verfügbarer Mittel‘, heißt es dazu von Seiten der Arbeiterkammer. Wer sich nicht darum kümmert, dass der Gehsteig vor seinem Haus geräumt ist, muss nicht nur mit einer Verwaltungsstrafe von 72 Euro rechnen. Wenn Fußgänger ausrutschen und sich verletzen, drohen ein Strafverfahren und hohe Schmerzen-Geldforderungen.

Dazu erklärt Alfred Alfred Vlcek, Landesdirektor Burgenland UNIQA: „Sollte es zu einen Streitfall um die Schneeräumung kommen, ist dies immer eine Ermessensfrage. Ist der Hausbesitzer zum Beispiel während Schneefalls an seinem Arbeitsplatz ist es eine Frage der Zumutbarkeit, ob es möglich gewesen wäre den Schnee zu räumen.“