Loretto: Maibaum war „offline“

Erstellt am 05. Mai 2022 | 05:12
Lesezeit: 2 Min
Jugendliche brachten den Maibaum in Loretto mit einer Motorsäge zu Fall. Die Täter konnten ausgeforscht werden, der Baum wurde wieder aufgestellt.
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Mit traditionellen Bräuchen wie dem Maibaum-Stehlen habe das nichts zu tun, „für mich ist das einfach nur Vandalismus“, ist die Tat für Bürgermeister Markus Nitzky (ÖVP) nach wie vor „unbegreiflich.“ Gott sei Dank sei niemand verletzt und nichts beschädigt worden, Gefährdungspotenzial habe es aber genug gegeben: „Wenn der Baum in die falsche Richtung gefallen wäre... Unweit war ein Gemeindefahrzeug abgestellt, außerdem befindet sich etwa das Kriegerdenkmal in der Nähe oder der teure Info-Point.“

Passiert sei das Ganze in den frühen Morgenstunden des 1. Mai, gegen 1:15 Uhr, nicht lange nach dem Ende einer kleinen Veranstaltung, schildert Nitzky. Insgesamt drei Jugendliche seien an der Tat beteiligt gewesen: „Ein Bursch und ein Mädchen warteten in einem Fahrzeug, ein dritter hat mit der Motorsäge den Maibaum umgeschnitten. Ihr Pech war nur, dass sie gesehen wurden.“ Demzufolge seien die Übeltäter recht schnell namentlich bekannt gewesen, der Haupttäter habe sich dann schlussendlich auch selbst gestellt, schildert der Bürgermeister.

Da nichts beschädigt worden sei, habe man keine polizeiliche Anzeige erstattet. „Damit sich die jungen Leute das aber merken, verhandeln wir über eine Aufwandsentschädigung in der Höhe von 100 Euro, die wir dann der Ukraine spenden wollen,“ so Nitzky. Der ursprünglich rund 22 Meter hohe Maibaum war eine Spende von Dominikus Senft vom Forstbetrieb Esterhazy anlässlich seiner bevorstehenden Pensionierung. Am Tag nach der Tat wurde ein neuerlicher Anlauf unternommen, der Baum in seiner nun kürzeren Variante nochmals aufgestellt.

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