Eisenstädterin Schleischitz (32): Verhungern als Strafe. Alexandra Schleischitz schrieb ein Buch über Bulimie, am Freitag las sie daraus im Café Central.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 23. September 2017 (06:05)
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Die Eisenstädter Autorin Alexandra Schleischitz
BVZ

Die 32-jährige Autorin Alexandra Schleischitz aus Eisenstadt ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten) litt in ihrer Jugend an Magersucht und Bulimie.

„Ich habe einige Krankenhausaufenthalte sowie mehrere Jahre Psychotherapie hinter mir“, spricht sie offen über ihren Leidensweg, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Sie hat die Geschichte ihrer Erkrankung niedergeschrieben, nun kamen ihre Notizen in Buchform heraus.

„Spurensuche in meiner Familiengeschichte“

Sie scheut sich darin nicht, auch von ihren Suizidversuchen zu berichten. Aber sie gibt nicht auf und wird wieder ganz gesund. Ihr Buch „Zur Strafe verhungere ich jetzt“ erzählt die wahre Geschichte eines Mädchens, wie die Autorin selbst sagt, das losging, um seine heile Welt zu retten, und mit einem reparierten Herzen zurückkehrte.

„Ich begab mich auf Spurensuche in meiner Familiengeschichte, um zu verstehen, warum ich krank wurde“, schildert sie. „Ich konnte diese Frage für mich beantworten und nehme die Leser mit auf eine Zeitreise, um ihnen meine Krankengeschichte verständlich zu machen“, so Schleischitz.

Sie fährt fort: „Ich möchte mich dafür einsetzen, das psychosomatische Erkrankungen wie etwa Bulimie und Magersucht nicht länger in der Öffentlichkeit als Tabuthemen behandelt werden!“