„Baum fällt“: Wirbel um neue Wohnungen. In der Johann Sebastian Bach-Gasse werden weitere Wohnungen gebaut, die Grundstücks-Rodung sorgt für Diskussionen.

Von Nina Sorger. Erstellt am 20. September 2017 (06:02)
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Rodung.Dieser Grünstreifen wurde vergangene Woche abgeholzt.
FB SPÖ

Die Vorgeschichte ist einfach: Eine Privatperson hat ein Grundstück in der Johann Sebastian Bach-Gasse an die Erste Burgenländische Siedlungsgenossenschaft (EBSG) verkauft, und diese baut im kommenden Jahr dort Wohnungen. Nun wurde mit den Vorbereitungen begonnen, das Grundstück wurde gerodet.

„Jetzt weiß man, dass bei viele Fehler passiert sind“

Yasmin Dragschitz (Grüne): „Die Rodungen haben für Aufregung gesorgt, denn der letzte Streifen Natur in einem sehr dicht bebauten Gebiet ist nun Geschichte. Der Grundstein für diese Entwicklung wurde 2007 mit der Baulandfreigabe dieses Bereiches gelegt. Damals haben wir Grüne dagegen gestimmt. 2009 wurde im Gemeinderat über den Teilbebauungsplan für das gesamte Gebiet KirchäckerI abgestimmt. Da das Grundstück schon freigegeben war, stimmten die Grünen damals im Gemeinderat dem Teilbebauungsplan zu. Jetzt weiß man, dass bei der Bebauung des Gebietes viele Fehler passiert sind – sowohl vonseiten der Genossenschaften als auch vonseiten der Gemeinde.“ Die SPÖ Eisenstadt lud am 14. September die Anrainer zu einem Infotreffen ein.

Géza Molnár (FPÖ): „Erinnert sich die SPÖ nicht mehr daran, dass sie 2007 genau dieser Baulandfreigabe — ebenso wie der damalige FPÖ-Gemeinderat — zugestimmt hat? So schade es ist, aber die Rodung von freigegebenem Bauland ist ein normaler Vorgang. Dem Teilbebauungsplan haben übrigens auch die Grünen zugestimmt.“