A3-Ausbau nicht ohne Gemeinden. Obwohl der Landtag eine A3-Verlängerung nicht ohne Zustimmung der Gemeinden beschloss, tritt Petschnig dafür ein.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. April 2019 (03:35)
Mehr Verkehr. Anrainer befürchten Zunahme an Transitverkehr.
BVZ, Symbolbild: Bilderbox

Die Verlängerung der A3 vom Knoten Eisenstadt bis zur Staatsgrenze bei Klingenbach wird seit Jahren diskutiert. Kürzlich bekräftigte der Landtag seinen Beschluss, wonach die Verlängerung nur unter der Bedingung von der Landesregierung bewilligt wird, dass die im Bezirk Eisenstadt betroffenen Gemeinden das Projekt nicht ablehnen. Durch den Ausbau auf ungarischer Seite, der Umfahrung Sopron, wird aber nicht nur auf Landesebene über die A3-Verlängerung diskutiert, sondern auch in den betroffenen Gemeinden Klingenbach, Wulkaprodersdorf, Großhöflein und Müllendorf. Mit dem Ausbau der A3 befürchten die Anrainergemeinden, die in der übergeordneten Bürgerinitiativen-Plattform BIG-A3 zusammengeschlossen sind, verstärkten Transitverkehr.

Weitere Gespräche zwischen Land, Gemeinden und Bürgerinitiativen gab es bis dato nicht. Die Position des Verkehrslandesrates Heinrich Dorner (SPÖ) ist dennoch klar: „Eine Verlängerung der A3 bis zur Staatsgrenze gegen den Willen der betroffenen Gemeinden wird es sicher nicht geben.“ Damit schließt er sich seinem Vorgänger, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, an. Auch FPÖ-Klubobmann Geza Molnar will, wie Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, keinen Ausbau gegen den Willen der betroffenen Gemeinden. Anders hingegen sieht es Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ). Er spricht sich dezidiert für den Ausbau der Autobahn aus: „Die A3-Verlängerung gehört so rasch wie möglich fixiert.“ Insbesondere für die Wirtschaft und den Tourismus im Burgenland stelle ein Lückenschluss bei der A3 eine wichtige Maßnahme dar.

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