Dienstleister und das Coronavirus: Wer darf was?. Geschäfte haben geschlossen, Friseure dürfen keine Haare schneiden – kein Kundenkontakt. Aber: Liefern ist erlaubt.

Von Doris Fischer. Erstellt am 06. April 2020 (05:53)
Der Chef liefert. Andreas Wirth liefert in Steinbrunn nicht nur Essen aus, sondern auch Waren des täglichen Gebrauchs aus seinem Dorfladen. Foto: zVg
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Durch die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus ist Kundenkontakt verboten. Während Gastronomie und Geschäfte – außer Drogerien, Apotheken und Lebensmittelhandel – geschlossen haben und keine Einnahmen lukrieren, machen sich immer mehr Unternehmer Gedanken, wie sie durch die Krise kommen können.

Da gibt es Gastronomen, die auf Bestellung das Essen liefern, wie etwa der Steinbrunner Unternehmer Andreas Wirth. Das Lokal „Mama kocht“ hat geschlossen, aber Mama kocht trotzdem weiter. Das Essen, aber auch die Lebensmittel aus dem Dorfladen werden vom Chef, Andreas Wirth, persönlich geliefert.

Geliefert wird seit vergangener Woche in Neufeld und Umgebung sowie auch in Eisenstadt köstliches Eis. Bei Ursula Statzinger wird auf Bestellung Eis geliefert, und auch in Eisenstadt hat der Eissalon Caorle den selben Weg eingeschlagen.

Anders ist es hingegen bei Gärtnereien und Floristen. Weil sie schon für den Tag der offenen Tür Blumengestecke vorbereitet hat, hatte eine Blumenhändlerin aus dem Bezirk eine Idee: Sie stellte die fertige Ware vor ihr Geschäft, die Kunden konnten sich die Ware nehmen und vor Ort bezahlen, indem sie den ausgepriesenen Betrag in einen Briefkasten schmissen. Geht nicht. Das ist Gassenverkauf und somit nicht erlaubt. Liefern hätte sie dürfen.