E-Rolli-Kicker: „EM, wir kommen“. 25 Prozent des Nationalteams der E-Rolli-Fußballspieler sind burgenländisch. Zwei Athleten fahren zur EM nach Finnland.

Von Doris Fischer. Erstellt am 09. Mai 2019 (04:41)
Doris Fischer
Im Training. Michael Streit und Jakob Schriefl trainieren alle zwei Wochen für zwei Stunden mit den „Wild Wheels“. Vor der Europameisterschaft gibt es für die Beiden zusätzliche Trainingseinheiten.

Für zwei Burgenländer aus dem Bezirk Eisenstadt geht es am 21. Mai nach Finnland zur E-Rolli-Weltmeisterschaft. Der Eisenstädter Michael Streit und der Müllendorfer Jakob Schriefl wurden ins Nationalteam einberufen und dürfen Österreich bei der Europameisterschaft in Finnland vertreten. Gemeinsam mit sechs Wiener Kollegen fliegen sie nach Finnland, um Österreich gegen Nordirland, Finnland, Frankreich, Dänemark und England zu vertreten.

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Stolz. Michael Streit (r.) freut sich auf Finnland.

„Aus den vorhandenen Teams wurden die Besten ausgesucht“, zeigt sich Michael Streit, der selbst als Trainer bei den „Wild Wheels“, der erfolgreichen E-Rolli-Mannschaft des Burgenlandes, aktiv ist, sichtlich stolz. „Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man gefragt wird, mitzumachen“, freut sich Streit.

Aus 13 möglichen Spielern wurden im Zuge des Trainingslagers acht ausgewählt, die auch nach Finnland fliegen werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Im Februar und März gab es ein erstes Zusammenfinden der einzelnen Spieler, und im April fuhr die Mannschaft auf Trainingslager.

Sponsoren und Spender werden noch gesucht

Zusätzlich wird alle zwei Wochen für zwei Stunden mit den „Wild Wheels“ trainiert. „Das Training ist ein Super-Ausgleich. Es fordert den Kopf und die Ausdauer“, erzählt Streit, der 2016 zum E-Rolli-Fußballspielen gestoßen ist.

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Vor Einsatz. Jakob Schriefl wurde ins Nationalteam einberufen.

Von 23. bis 25. Mai findet die Europameisterschaft statt. „Wenn wir eine Platzierung unter den ersten fünf Mannschaften schaffen, haben wir uns für die Weltmeisterschaft 2021 in Australien qualifiziert“, berichtet Streit, für den die Teilnahme ein großes Ziel ist. Aber er sieht die Herausforderung und die Platzierung realistisch. „Es wird hart werden, denn die anderen Mannschaften haben mehr Erfahrung als wir und sind dadurch auch besser ausgestattet“, lässt der Eisenstädter wissen.

Eine weitere Herausforderung für die Teilnehmer ist auch die Finanzierung. „Ein großer Teil der Kosten bleibt bei den Spielern hängen. Es ist schon ein großer finanzieller Aufwand für uns“, stellt Streit fest. Daher sucht das Nationalteam noch nach Sponsoren und Spendern, die die Spieler finanziell unterstützen. Über die Homepage „I believe in you“ gibt es Informationen, wie Einzelne das Nationteam unterstützen können.