Ehrung für Tierschützer zum Welt-Tierschutztag

Heimatbezirk der Tierliebhaber: Burgenlands Tierschützer wurden in vier Kategorien geehrt. Die Preise in gleich drei Kategorien gingen in den Bezirk Eisenstadt.

Erstellt am 07. Oktober 2021 | 04:06

Beim diesjährigen Burgenländischen Tierschutzpreis am 4. Oktober im Tierschutzhaus Sonnenhof wurden Igor Smrtnik aus Rust, Martin Eder aus Leithaprodersdorf und Sonja und Josef Freismuth aus St. Margarethen für besonderes Engagement für den Tierschutz ausgezeichnet. „Mir ist es wichtig, dass die Arbeit dieser Personen gewürdigt und vor den Vorhang geholt wird.“, erklärte Tierschutzreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. Zu gewinnen gab es in vier Kategorien: Einen Preis für Privatpersonen, einen für Tierschutzorganisationen sowie zwei Preise für landwirtschaftliche Betriebe: einen für konventionelle und ein zweiter für Bio-Haltung.

Preis für Ruster Wildtierschützer

Erstmalig konnte ein reines Wildtierprojekt mit seinem Beitrag zum Erhalt der Weißstorchpopulation und mit Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit im Bereich des Tier- und Artenschutzes überzeugen. Seit 1987 kümmert sich Familie Karassowitsch ehrenamtlich um verletzte Störche, die hier aufgenommen und betreut werden. Für den Herbstzug zu schwache Tiere werden mit einem eigens angefertigten Aufzug im Nest mit Futter versorgt. Nester werden gebaut und instandgehalten, Seewiesen, die Hauptfuttergebiete der Störche, gepflegt. Es wurde für Interessierte ein Vogelbeobachtungsturm sowie ein Schaukasten und ein Storchenwanderweg errichtet. Eine Webcam am Kirchturm überträgt den Alltag der Storchenfamilien im Internet. Nachdem die Storchenstation 35 Jahre ehrenamtlich durch Familie Karassowitsch betreut wurde, muss sie nun verlegt werden. Der Aufbau der neuen Pflegestation wird der Region um Rust langfristig Störche erhalten.

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Nutztier-Sieg nach Leithaprodersdorf

Martin Eder übernahm 2009 den elterlichen Milchviehbetrieb und stellte Rinderhaltung von Milchviehwirtschaft in Anbindehaltung auf Mutterkuhhaltung im Laufstall und Auslauf ins Freie um. Das Platzangebot im Stall mit Wasservernebelungsdüsen übertrifft die gesetzlichen Mindestanforderungen um ein Vielfaches. Das Futter für die Mutterkühe wird ausschließlich am eigenen Betrieb erzeugt. Regelmäßige bauliche Maßnahmen, wie der kürzlich errichtete Außenklimabereich, steigern das Tierwohl. Ausgeglichenere und gesündere Tiere sind das Resultat.

Bio-Wertung geht nach St. Margarethen

Der bio-zertifizierte Bannholzhof der Familie Freismuth ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb mit den Schwerpunkten Ackerbau und Milchwirtschaft. Familie Freismuth hält 23 Rinder der uralten Zweinutzungsrasse Murbodner, deren Bestand durch Züchter wie Familie Freismuth wieder leicht ansteigt. Am Betrieb gibt es einen eigenen Zuchtstier und der gesamte Jungbestand kommt aus eigener Zucht. In einer Kreislaufwirtschaft wird das gesamte Futter für die Rinder am eigenen Betrieb produziert, die Schlachtung erfolgt stressfrei. Am Hof wird Käse, Naturjoghurt und Topfen hergestellt, Milch und Fleisch werden im eigenen Laden vermarktet. Kunden können mit Kindern die Tiere im Stall während den Öffnungszeiten besuchen. Durch die Nähe zu den Tieren wird Kundenvertrauen aufgebaut und nachhaltiges Tierschutzwissen vermittelt.