Endlich wieder Essen gehen. Seit Mittwoch können Speisen und Getränke wieder direkt im Lieblingvslokal genossen werden. Die BVZ hat sich bei den Gastronomen und Gästen im Bezirk Eisenstadt umgehört.

Von Sigrid Janisch und Peter Wagentristl. Erstellt am 20. Mai 2021 (04:45)

Der Andrang war beim BVZ-Lokalaugenschein eher unterdurchschnittlich, der von vielen erwartete Andrang blieb eher aus. Die Gastronomen zeigten sich trotzdem heilfroh, in ihren Bars, Cafés und Restaurants wieder Gäste empfangen zu dürfen.

Auch das Créneno in Stotzing öffnete wieder seine Türen, allerdings mit einigen Änderungen: Es stehen einige Tische weniger im Gastraum. Zusätzlich gibt es überall Händedesinfektion und ein Einbahnsystem soll noch eingerichtet werden. Einige Gäste blieben am ersten Tag noch aus: nämlich jene, die sich früher ihren Morgenkaffee holten. Das Gasthaus übernahm sie erst im vergangenen Jahr – die Entscheidung fiel kurz vor dem ersten Lockdown – und eröffnete mit Juli 2020. Schon nach vier Monaten kam der zweite Lockdown. Zuletzt hielt man sich mit einem Abholservice über Wasser.

„Die Leute bleiben nicht sonderlich lange. Viele trinken einen Spritzer und gehen dann wieder“, resümiert Anna-Maria Kasparek vom Landhausstüberl in Eisenstadt. Der Andrang sei trotzdem beachtlich: „Man merkt schon, dass es den Leuten abgegangen ist.“ Wie sich das Abendgeschäft entwickelt, war zu Redaktionsschluss noch nicht absehbar.

„Wir leben von den Menü-Gästen. Die sind heute noch nicht so stark vertreten“, so Walter Kiss in seinem Eisenstädter Gasthaus mit einem Blick in die Runde. „Ich denke, dass Bars und Beisl heute stärker besucht werden als Restaurants.“

Mehr Andrang in Bars als in Gasthäusern

Und, etwas überraschend: „Mit Bestellungen und Abholservice war definitiv mehr los.“ Szilvia Kiss stimmt ihm zu, am ersten Tag seien vor allem Stammgäste ins Lokal gekommen. „Ich denke, dass wird sich in den nächsten Tagen aber noch ändern.“

Zu den ersten Gästen im Gasthaus Kiss zählten auch vier Damen, die sich zum Kartenspielen verabredet hatten. „Das ist unsere erste Partie Weli seit November. Wir haben schon vor zwei Wochen reserviert“, genoss Margarethe Bintinger die Rückkehr zur Normalität mit ihren Damenrunde.

Monika Kager kann in ihrem Café „2Beans“ in Kleinhöflein nicht über Gästemangel klagen: „Gleich zum Frühstück waren wir restlos ausreserviert, man merkt, wie sehr den Eisenstädtern ihr Kaffeehaus gefehlt hat. Um besser die Sicherheitsabstände einhalten zu können, haben wir den Martinskeller zum Kaffeehaus umgebaut“, so die Kaffee-Expertin. „Die Tests haben wir kontrolliert, das hat bestens funktioniert, auch Dank der ,Eassy‘-App der Stadt Eisenstadt.“