Kinderporno-Besitz gestanden: Pädagoge verurteilt. Wegen des Besitzes kinderpornografischer Bilder wurde ein Pädagoge vorige Woche verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 31. Januar 2018 (05:37)
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Das Justizzentrum Eisenstadt.
Werner Müllner

Am ersten Prozesstag Ende 2017 hatte sich der 31-jährige angeklagte Pädagoge noch nicht schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, im Vorjahr 17 Fotos mit kinderpornografischen Motiven auf sein Handy heruntergeladen zu haben.

Er wisse nicht, woher diese Fotos kämen, gab der Pädagoge am ersten Verhandlungstag an.

Vorige Woche bekannte er sich vor Richterin Doris Halper-Praunias nun vollinhaltlich schuldig. Die Richterin verurteilte den Mann zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 800 Euro Geldstrafe. Er nahm das Urteil an.

Ich hoffe, dass Ihnen die Peinlichkeit des hier durchgeführten Verfahrens eine Lehre ist“, erklärte die Richterin. Mildernd wertete sie den bislang ordentlichen Lebenswandel des Pädagogen und die Tatsache, dass bei ihm keine besonders große Anzahl an einschlägigen Fotos gefunden wurde. Auch habe er die Bilder nicht bewusst archiviert, diese aber doch „besessen“.

Der Verdacht war aufgrund von Recherchen einer amerikanischen Organisation zum Schutz vermisster und misshandelter Kinder auf den Pädagogen gefallen. Über Interpol wurde das Bundeskriminalamt verständigt, das bei dem Verdächtigen im Juni 2017 eine Hausdurchsuchung durchführte. Am Handy des Mannes wurden schließlich die illegalen Dateien gefunden.

Der Verurteilte ist derzeit nicht als Lehrer beschäftigt. Vor Gericht gab der Pädagoge im Dezember 2017 an, arbeitslos zu sein.