Schlepper gab nach Verfolgung und Schreckschüssen auf. 29-Jähriger war mit neun Flüchtlingen unterwegs und wurde von Streife auf S31 bemerkt - die Flucht endete zu Fuß in Wulkaprodersdorf!

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 14. Dezember 2020 (17:10)
Symbolbild Verfolgungsjagd Raser
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Im Burgenland ist am Sonntag ein Schlepper nach einer Verfolgungsjagd im Bezirk Eisenstadt-Umgebung festgenommen worden. Eine Streife hatte den Wagen des 29-Jährigen, der mit neun Flüchtlingen unterwegs war, auf der S31 in Fahrtrichtung Mattersburg bemerkt. Der Lenker ignorierte Anhalteversuche und stieg stattdessen aufs Gas. In Wulkaprodersdorf hielt er an und wollte zu Fuß flüchten. Nach zwei Schrecksschüssen ließ sich der Mann festnehmen, berichtete die Polizei am Montag.

Mehrere Streifenwagen hatten sich an der Fahndung nach dem Schlepperfahrzeug aus dem Bezirk Oberpullendorf beteiligt. Gegen 8.20 Uhr wurde es von einer eine Autobahnstreife auf der S31 bemerkt. Doch der Lenker reagierte weder auf Haltezeichen noch auf das Blaulicht der Polizei. Auch eine rote Ampel bei der Autobahnabfahrt Matterstburg konnte ihn stoppen.

Stattdessen fuhr der 29-Jährige weiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Eisenstadt. Bei Wulkaprodersdorf hielt er an und suchte zu Fuß das Weite. Erst, als die Schreckschüsse fielen, war die Flucht zu Ende. Der Schlepper wurde in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt.

Die neun Flüchtlinge, die sich teilweise noch im Fahrzeug und in dessen unmittelbaren Nähe befanden, stellten alle einen Asylantrag. Sie wurden in das Polizeianhaltezentrum Eisenstadt gebracht. Das Tatfahrzeug wurde sichergestellt. Weitere Ermittlungen sind im Laufen, hieß es.