Schnee: Strafen für unbelehrbare Autofahrer

Trotz behördlicher Sperre befahren Lenker Güterwege, bleiben stecken und brauchen die Feuerwehr.

Erstellt am 28. Februar 2018 | 06:15
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Schnee, Matsch und Schneeverwehungen sorgten in der vergangenen Woche für zahlreiche Feuerwehreinsätze, die aber zum Leidwesen der Einsatzkräfte nicht immer notwendig wären. Alleine in Steinbrunn musste die Feuerwehr vergangene Woche zu 14 Einsätzen ausrücken.

Teure Ignoranz: Einsatz kostet bis zu 1.200 Euro

„Die meisten Einsätze davon waren steckengebliebene Fahrzeuge auf gesperrten Güterwegen“, stellt der Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos und selbst Feuerwehrmann in Steinbrunn, Günter Prünner, fest und ergänzt: „Zurzeit haben wir das Problem, dass es viel Schneefall und sehr starken Wind gibt. Speziell auf den Güterwegen gibt es sehr viele Schneeverwehungen. Immer wieder fahren Autofahrer auf behördlich gesperrten Güterwegen.“

Prünner sind sogar Fälle bekannt, wo Lenker die Sperre einfach zur Seite schieben, etwa in Steinbrunn und St. Margarethen. Verbotstafeln werden laut Prünner einfach missachtet. „Die Feuerwehrleute müssen dann ihr Leben aufs Spiel setzen wegen so viel Ignoranz“, merkt Prünner an.

Werden diese Lenker auf ihr Fehlverhalten angesprochen, bekommen die Feuerwehrleute oft zu hören, dass das Navi Schuld sei und den Lenker in den Feldweg geleitet hätte. „Absoluter Schwachsinn“, ärgert sich Prünner.

Der Einsatz der Feuerwehr auf dem gesperrten Güterweg kommt den Lenker aber teuer zu stehen. Denn der Einsatz ist nicht gratis. „Es gibt eine Tarifordnung der Feuerwehr. Je nachdem, wie viele Fahrzeuge und Feuerwehrmänner wie lange im Einsatz sind, kann das zwischen 200 und 1.200 Euro kosten. Wird auch noch die Polizei alarmiert, muss mit einer Anzeige gerechnet werden“, betont Prünner.