Gemeindefinanzen: Schere von Klingenbach bis Wimpassing. In Wimpassing ist die Pro-Kopf-Verschuldung am höchsten, in Klingenbach am niedrigsten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. November 2017 (04:19)
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Dieser Tage veröffentlichte Landesrätin Astrid Eisenkopf die Gemeindefinanzstatistik, die zeigt: In den Gemeinden des Landes wird viel investiert. Im Bezirk Eisenstadt beträgt die Verschuldung 877 Euro pro Kopf – um 33 Euro mehr als im Vorjahr.

Die Gemeindefinanzstatistik 2016 im Bezirk Eisenstadt. Quelle Land Burgenland/Gemeindefinanzstatistik, Illustration Alex Oakenman/Shutterstock.com, Grafik Bischof
Illustration Alex Oakenman/Shutterstock.com, Grafik Bischof

Unter den Gemeinden des Bezirks ist Wimpassing mit 2.813 Euro Pro-Kopf-Verschuldung von Platz zwei an die Spitze gerückt – vor den Vorjahresspitzenreiter Müllendorf, der 2.212 Euro pro Kopf verschuldet ist.

3,8 Mio. für Volksschul-Neubau in Wimpassing

In Wimpassing schlägt der 3,8 Millionen Euro teure Neubau der Volksschule zu Buche, wie der neu gewählte Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ) bestätigt: „Der Bau war notwendig und geht ins Budget.“

Allerdings steht die Gemeinde im kommenden Jahr vor weiteren Investitionen, denn die alte Volksschule wird zu einem neuen Gemeindeamt umgebaut, da das alte aus allen Nähten platzt. Dieses ist allerdings mittlerweile verkauft, womit ein Teil der Umbaukosten gedeckt werden soll.

„Versuchen, nicht mehr auszugeben, als da ist“

In Müllendorf macht sich der Kindergartenneubau vor eineinhalb Jahren bemerkbar. „Der Schuldenstand beunruhigt mich nicht“, versichert Müllendorfs Bürgermeister Werner Huf (SPÖ).

An der drittletzten Stelle liegt Steinbrunn mit 97 Euro pro Kopf. Bürgermeister Thomas Kittelmann kann aufgrund seiner kurzen Amtszeit noch keinen Überblick verschaffen. Einen Grund sieht er aber in der „Konstruktion mit Leasingverträgen“, die in der Finanzstatistik keinen Niederschlag finden.

Klingenbach ist das Schlusslicht der Liste – im positivsten Sinn, denn hier liegt die Verschuldung pro Kopf bei 19 Euro. „Das liegt daran, dass wir vernünftig mit dem umgehen, was wir haben. Es ist nicht so, dass wir nichts tun, wir bemühen uns aber, nicht mehr auszugeben, als da ist“, erklärt Bürgermeister Richard Frank (SPÖ).