Bezirk Eisenstadt braucht die Oper. Landesrätin Astrid Eisenkopf zog eine positive wirtschaftliche Bilanz über die Wiedereinführung der Oper in St. Margarethen.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 23. August 2019 (12:04)
M. Wagentristl
Ausgewertet. Harald Weiss (Ruster Seebetriebe), Landesrätin Astrid Eisenkopf, Bettina Zentgraf, Jürgen Jakob (alle SPÖ).

Nicht nur wenn sich zwei streiten, sondern auch wenn sich zwei vertragen, freut sich der Dritte. Nach dem Deal zwischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Stefan Ottrubay von der Stiftung Esterhazy gab es heuer nach einem Jahr Pause wieder eine Oper im Steinbruch St. Margarethen.

„Profiteure sind Kultur-Konsumenten und die regionale Wirtschaft“, ist Landesrätin Astrid Eisenkopf überzeugt. Über 160.000 Besucher der Opernfestspiele in St. Margarethen sprechen eine klare Sprache.

Mörbisch habe das Ausbleiben der Oper ganz besonders gemerkt, pflichtet Bettina Zentgraf vom Mörbischer Weingut Zentgraf bei. „Im Opern-freien Jahr 2018 sind die Übernachtungen im Ort um elf Prozent zurück gegangen, heuer gleich wieder um zehn Prozent gestiegen“, rechnet Zentgraf vor: „Was das für eine Gemeinde bedeutet, kann man sich leicht ausrechnen: Es geht hier um Einbußen von über 50.000 Euro.“

Mehr aus der Region herausholen

„Der Gast sieht nicht die einzelnen Orte, sondern die Region. Und unsere hat mit der Oper, den Seefestspielen und dem Felsentheater Fertörakos sehr viel zu bieten. Wir müssen uns nur noch stärker vernetzten“, so Zentgraf und Eisenkopf erklärt: „Ziel ist etwa eine gemeinsame Ticket-Börse.“

Durch das Kombi-Angebot aus Oper und Seefestspiele konnte Zentgraf die Nächtigungen bei ihr im Weingut bereits von 3,6 auf 4,2 Tage erhöhen. Und hier soll noch mehr gehen.