Rundfahrtschiffe in Mörbisch gingen in Flammen auf. Feuer auf Rundfahrboot in Mörbisch am Montag griff auf andere Boote über. Zehn Wehren mit 32 Fahrzeugen, davon fünf Booten, löschten. Schaden „in Hunderttausende“.

Von Redaktion, APA und Nina Sorger. Update am 07. Mai 2019 (16:30)

Der Brand mehrerer Rundfahrtboote im Hafen von Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) am Neusiedler See hat am Montag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Vier Boote wurden nach Angaben der Einsatzkräfte ein Raub der Flammen. Bei einem weiteren, das in der Nähe lag, schmolzen durch die große Hitze einige Scheiben.

Gegen 13.40 Uhr war Alarm ausgelöst worden. Die Feuerwehr Mörbisch war als erste zur Stelle, sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert. "Beim Eintreffen sind zwei Rundfahrtboote in Vollbrand gestanden", schilderte Feuerwehreinsatzleiter Christian Jäger.

Zwei weitere Boote seien losgemacht worden und hinter den brennenden Booten im Wasser getrieben. "Ein Boot, das in Vollbrand war, hat sich dann losgelöst und ist zu den anderen getrieben. Letztendlich sind vier Boote abgebrannt." Personen kamen nach Angaben der Einsatzkräfte bei dem Feuer nicht zu Schaden.

"Wir haben das Übergreifen auf die benachbarten Hütten und auf den Schilfgürtel verhindern können", berichtete Jäger: "Den Hütten ist nichts passiert." Neun Feuerwehren mit insgesamt etwa 110 Kräften waren ausgerückt.

Die Löscharbeiten seien zum Teil schwierig gewesen, "weil Boote hinausgetrieben sind aufs offene Wasser und von der Landseite nicht erreichbar waren", erläuterte Jäger. Auch fünf Feuerwehrboote beteiligten sich am Einsatz. Von den abgebrannten Ausflugsbooten blieben teils nur mehr rauchende Bootsrümpfe zurück, aus denen die Reste der Gitterkonstruktion für die Aufbauten ragten.

Auch der Bootssteg war teilweise schwer in Mitleidenschaft gezogen. Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, die verkohlten Reste zu löschen. Das Knattern der Motoren der Wasserpumpen und Notstromaggregate erfüllte weiterhin die Luft.

Brandermittler der Polizei hatten noch am Montag die Arbeit aufgenommen. Heute, Dienstag, werden die Ermittlungen fortgesetzt. Auch der Einsatz einer Drohne sei geplant, hieß es von der Landespolizeidirektion Burgenland auf APA-Anfrage.

Bisher gebe es keine Hinweise, was den Brand ausgelöst haben könnte, sagte eine Polizeisprecherin. Bei den Löscharbeiten am Montag habe man gegen 16.30 Uhr "Brand aus" geben können, so Einsatzleiter Christian Jäger von der Feuerwehr Mörbisch.

Bis 21.30 Uhr hielt dann eine Feuerwehr-Gruppe Brandwache. Dies war nötig gewesen, weil immer wieder Glutnester aufgeflackert seien. Die Feuerwehr kontrolliere weiterhin die im Hafen ausgelegten Ölsperren. Ausgelaufene Betriebsmittel sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt von einem Unternehmen abgesaugt werden.