Onkel zog Pistole. Wegen der Rückgabe eines Gewehres gerieten sich Onkel und Neffe in die Haare; Polizei musste eingreifen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 04. Juli 2018 (05:02)
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Waffe gezückt. Onkel rastete aus.
Symbolbild: Bilderbox

Wildwestszenen spielten sich am vergangenen Sonntag in Breitenbrunn am Ende des Heideweges ab. Hatte es anfangs noch so ausgesehen, als ob es zwischen zwei Männern am Güterweg nur zum Streit kommen würde, endete es mit einem Polizeieinsatz. Einer der beiden Männer, ein 87-jähriger Mann, zückte eine geladene Pistole.

Der Grund dieses Streites war laut Polizei ein Gewehr, das der 61-jährige Neffe vor rund zehn Jahren von seinem Onkel bekommen hat und dieser nun zurückforderte. Nachdem sich der 61-jährige Neffe weigerte und zu verstehen gab, dass er das Gewehr seinem Onkel nicht zurückgeben werde, nahm der Onkel aus dem Inneren seines Autos eine geladene Pistole und ging zu seinem Neffen. Der Neffe flüchtete und suchte Hilfe bei einer Polizeistreife an der B50. Kurz darauf traf auch schon der Onkel ein.

Nachdem die Polizei den 87-jährigen Onkel befragt hatte, forderte sie ihn auf, den Aufbewahrungsort der Pistole bekannt zu geben. „Diese konnte dann in einem geladenen Zustand auf dem Beifahrersitz, unter der Jacke, von den Polizeibeamten vorgefunden werden“, berichtet Polizeisprecher Helmut Greiner.

Gegenüber der Polizei gab der Onkel an, dass er keinesfalls auf den Neffen habe schießen wollen. Er wollte ihn nur einschüchtern.