Ritter Sport plant weitere Mitarbeiter-Aufnahme

In der Werkshalle von Ritter Sport in Breitenbrunn herrscht reges Treiben.

Erstellt am 21. September 2021 | 13:25

Auf einem Band werden Waffelröllchen zum Schokobad geschoben, ein paar Schritte weiter wird Schokolade in die charakteristische, quadratische Form gegossen und dahinter läuft ein Rum-Rosinen-Riegel in seine Cellophanhülle: Die Produktion in der von Mars gekauften Fabrik läuft und beschert dem deutschen Unternehmen gute Umsätze, erklärte Werksleiter Michael Bock beim Rundgang mit Journalisten.

Ritter Sport kaufte das Werk im vergangenen Jahr und begann um den Jahreswechsel mit der Produktion. Breitenbrunn im Bezirk Eisenstadt Umgebung ist der erste Produktionsstandort abseits des Stammwerks im deutschen Waldenbuch. 5.000 Tonnen Schokolade werden hier nun jährlich erzeugt. Konkret kommen aus Breitenbrunn die mit Haselnusscreme gefüllten Waffelröllchen "Amicelli", seit März Rum Knusperstücke und ganz neu auch jene mit Gin, und seit Juni vegane Schokolade im bekannten quadratischen Format. Letztere wird exklusiv im Burgenland produziert, in dem Sortiment gebe es Zuwachsraten von zuletzt 32 Prozent.

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Übernommen wurden von Mars teilweise Maschinen, teils stammen diese auch aus Waldenbuch. In der "Amicelli"-Herstellung wurde etwa der Gas-betriebene Ofen durch ein Strom-betriebenes Gerät ersetzt. Der Teig ist nach dem Backen noch etwas weich und kann in Röllchen geformt und sofort gefüllt werden. Die 30 Zentimeter langen Stücke werden danach noch in drei Teile gesägt, bevor sie mit Schokolade überzogen, gekühlt und verpackt werden.

Die vegane Schokovariante nimmt in der gesamten Ritter Sport-Produktion etwa fünf Prozent ein, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Stöhr. In Österreich macht die Firma rund 15 Mio. Euro Umsatz im Jahr, rund zehn Prozent davon steuert "Amicelli" bei. Die beliebteste Schokoladensorte hierzulande sei jene mit Marzipan, was Stöhr auf die mit echtem Marzipan gut gefüllten kleinen Würfel zurückführt.

Der Rückzug von Mars in Breitenbrunn sei für Ritter Sport zur richtigen Zeit gekommen, stellte Thomas Seeger, Leitung Recht und Unternehmenskommunikation, fest, denn das Stammwerk in Waldenbuch sei an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Das beim Start im Burgenland ausgegebene Ziel von 75 Mitarbeitern sei bereits erreicht worden: "Wir sind noch nicht am Ende. Aufgrund des Produktionszuwachses suchen wir Mitarbeiter. Es werden durchaus noch mehr", kündigte Bock an.