Walter Sarau: Science-Fiction vom Leithaberg

Erstellt am 03. Mai 2022 | 06:29
Lesezeit: 4 Min
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Walter Sarau
Foto: BVZ
Der Breitenbrunner Autor Walter Sarau brachte mit drittem Band seine „Konstrukt“- Trilogie zu einem krönenden Abschluss.
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Der erste Band „Konstrukt – Die Maschine“ von Walter Sarau erblickte im Jahr 2019 das Licht der Literatur-Welt. Darin kehrt der Hauptcharakter, William Kosinsky, ein ehemaliger Polizist, auf Drängen seines einstigen Vorgesetzten in eine der fünf noch verbliebenen Megacitys auf der Erde zurück. Dort soll er eine rätselhafte Mordserie aufklären. Was als Routinereise beginnt, entwickelt sich schnell zu einem erbarmungslosen Kampf, an dessen Ende nichts Geringeres als die Vernichtung der gesamten Menschheit stehen könnte.

Denn in den Tiefen der Stadt stößt Kosinsky auf eine Wahrheit, die den Lauf der Geschichte für immer verändern könnte. Die Fortsetzung „Jenseits der Grenzen“ folgte im Frühjahr 2021 und zeitlich gesehen, etwa 300 Jahre nach den Ereignissen aus Band eins. Mit „Die letzte Schlacht“ will der Autor nun das Herz seiner Leser noch einmal höherschlagen lassen, zumindest was die Konstrukt-Trilogie betrifft.

Absolute Leidenschaft zur Science-Fiction

Walter Saraus Faszination für das Genre Science Fiction begann bereits mit 13 Jahren, als er den Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ sah und daraufhin das gleichnamige Buch las. „Das Thema beeindruckte mich so sehr, dass ich lange Zeit kaum etwas anderes las“, erzählt der Autor. Es folgten zwar einige Exkursionen in den Bereich der Fantasy, etwa mit der „Herr der Ringe“-Trilogie, jedoch kam er immer wieder zur klassischen Science-Fiction zurück.

Spätestens nachdem er den „Dune“-Zyklus von Frank Herbert las, stand die Entscheidung des heute 49-Jährigen fest: Sarau wollte Science-Fiction Autor werden. Im Jahr 2010 war es dann so weit, Walter Sarau publizierte sein erstes Buch, „Legenden von Carthan“, einer über 2.500 Seiten umfassenden Romanserie, an der er aktuell immer noch arbeitet.

Obwohl eine große Tageszeitung das Buch gemeinsam mit einem Werk von Stephen King zum „Buch der Woche“ erklärte, blieb der Autor selbstkritisch. Er beschloss, den Stoff zu überarbeiten und eine erneute Veröffentlichung zu einem unbestimmten Zeitpunkt ins Auge zu fassen. Während dieser Zeit entstand auch die Idee zum Roman „Konstrukt“. Auf diese Trilogie ist der gebürtige Breitenbrunner besonders stolz. Daher freut es ihn auch, dass die Geschichte mit dem dritten Band, der bereits Ende März veröffentlicht wurde, zu einem runden Ende kommt. Die Romane sind in den meisten Buchhandlungen erhältlich.

Aufgrund der doch stellenweise expliziten Gewaltszenen empfiehlt der Autor die Bücher ab 16 Jahren.

Natur als Quelle der Inspiration

Auf die Frage, woher ein Autor seine Inspiration zum Schreiben nimmt, antwortet Sarau: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Neigung zum Geschichtenerzählen tief in einem selbst verankert sein muss. Das Schreiben ist natürlich bis zu einem gewissen Grad erlernbar, jedoch ist das alleine etwas zu wenig. Man sollte das Genre, für das man sich entschlossen hat, leben und atmen. Erfahrene Leser merken einfach, wenn das jemand nicht tut.“

Den dritten Teil von „Konstrukt“ schrieb Walter Sarau nicht im Burgenland oder seinem aktuellen Hauptwohnsitz Wien, sondern in Schweden. Im Sommer 2021 kehrten er und seine Lebensgefährtin Österreich den Rücken und beschlossen für eine bestimmte Zeit in Schweden zu leben: „Die Liebe zu den skandinavischen Ländern entstand im Grunde bereits im Jahr 1992, als ich mit dem Nationalteam für Militärischen Fünfkampf, Schweden, Norwegen und Finnland zum ersten Mal besuchte.“

Die endlosen Weiten der Natur, die geringe Bevölkerungsdichte und vor allem die Möglichkeit, während der Wintermonate direkt vor der Haustür Langlaufen zu gehen, führten letztendlich zum Entschluss einen etwas längeren Aufenthalt zu wagen. Eine Rückkehr nach Österreich ist zwar für Mai geplant, jedoch ist der Autor fest entschlossen, so bald als möglich wieder in den Norden zurückzukehren. Dennoch werden im Burgenland und vor allem in Breitenbrunn immer seine Wurzeln bleiben. „Ich kehre auch immer wieder gerne dorthin zurück um meine Eltern zu besuchen oder in der wunderschönen Region des Leithagebirges Rad zu fahren“, so Sarau.

Auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte sich der 49-Jährige nicht. Bereits im Mai erfolgt der Auftakt der siebenteiligen „Avalon“-Reihe. Spätestens dann heißt es für alle Science-Fiction Liebhaber: Platz machen im Bücherregal.

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