Yachtclub sucht Platz

Falls Yachtclub Breitenbrunn Gelände räumen muss, sucht man schon Alternativen, um etwa Jugendwoche fortführen zu können.

Erstellt am 08. August 2021 | 05:46

Zukunftssorgen gibt es derzeit im Yachtclub Breitenbrunn, vor allem bei Jugendreferentin Christina Müller-Uri. „Wir vermuten, dass wir mit Herbst das Gelände verlassen müssen“, erzählt sie.

Hintergrund ist der Rechtstreit zwischen den Esterházy Betrieben und dem Yachtclub (YC). Als 2019 der Pachtvertrag mit der Gemeinde Breitenbrunn auslief, konnte zwischen den Esterházy Betrieben und dem Yachtclub keine Einigung über die Zukunft des YC am Breitenbrunner Seegelände erzielt werden (die BVZ berichtete).

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Auch wenn noch eine Berufung läuft, sucht man derzeit nach Alternativen. „Ich möchte den Sportverein, der hier entstand, erhalten“, so Müller-Uri, die auch Vizepräsidentin des Landessegelverbandes ist.

Auch der Landesverband verliere mit dem Yachtclub Breitenbrunn einen wichtigen Stützpunkt, wie die Jugendreferentin erklärt: „Hier fanden zahlreiche Jugendmeisterschaften bis hin zu Europameisterschaften statt. Solche Kapazitäten gibt es österreichweit nicht oft.“ Besonders trifft sie persönlich das (vermutliche) Aus der jährlichen Jugendwoche, die erst kürzlich stattfand. Dabei machen Kinder ab drei Jahren erste Erfahrungen mit dem kleinsten Segelboot, dem Opti. Einige „fangen auch Feuer und sie gehen in den Spitzensport weiter“, erzählt Müller-Uri.

Seit Jahrzehnten gibt es diese Jugendwoche, die schon einige Spitzensportler hervorbrachte, etwa die aktuelle Olympia-Teilnehmerin Barbara Matz. Müller-Uri engagiert sich seit 22 Jahren in der Jugendarbeit in Breitenbrunn.

„Kinder sollen Spaß haben!“

„Mein Team und ich sind jedes Jahr mit vollem Herzen für die Kinder da. Sie sollen Spaß am Segelsport haben! Es gibt nichts Schöneres, als Kindern die Sicherheit zu geben, dass sie in ein Boot steigen und ihnen das Segeln beizubringen“, betont sie.

Außerdem wachse man als große Familie zusammen, „so passt Groß auf Klein auf. Frühere teilnehmende Kinder sind jetzt erwachsen und die Trainer der heutigen Kinder“, schmunzelt Müller-Uri, die hier schon viele Generationen aufwachsen gesehen hat.

Daher sucht man nun nach Alternativen, also Platz, um einerseits das Material unterbringen, aber auch die Kinder und Betreuer unterbringen zu können – also einen Besprechungsraum, eine Wiese und Liegeplätze für die Boote.