Mörbischerin Susanne Sommer gibt Lyrik-Debüt. Die Autorin hat erstmals lyrische Arbeiten veröffentlicht. Ein zweiter Band folgt bald.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 16. Juni 2019 (06:03)
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Neues Buch. Susanne Sommer aus Mörbisch veröffentlichte ihren ersten Lyrik-Band.

Schon in ihrer Jugend habe sie Gedichte verfasst, bisher aber nichts veröffentlicht. Mit ihrer Premiere im Bereich der Lyrik setzt sich Susanne Sommer — wie schon der Titel „See-le-ben“ nahelegt — auch mit ihrer alten und neuen Heimat Mörbisch und dem Neusiedler See auseinander. Vor fünf Jahren ist die Autorin mit Mann und Kind nach Mörbisch zurückgekehrt und hat ihr altes Zuhause „wiederentdeckt“.

Ihre erste Publikation ist der Gedichtband keineswegs, früher hat sie für verschiedene Medien geschrieben. Mit ihrem Kinderbuch „Willi Wunder – Das Bilder-Erzählbuch für alle Kinder, die ihre Einzigartigkeit entdecken wollen“ feierte sie vergangenes Jahr ihr Debüt. Ihr Fokus liegt, bei ihren Anfängen wie ihrem neuen Lyrikband, auf Gewaltfreiheit.

„Ich beschäftige mich viel mit gewaltfreier Geburtshilfe und achtsamer Begleitung junger Menschen. Mit Gewaltfreiheit generell, nicht nur im Umgang mit uns selbst und anderen Menschen, sondern auch mit diesem Planeten“, meint Sommer gegenüber der BVZ. Auf universitärer Ebene hat sich Sommer mit Theater-, Film- und Medienwissenschaft beschäftigt. Mit dem Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaften war der Weg zur Lyrik nicht mehr weit.

Der See als Motiv und Motivation

Mit „See-le-ben“ hat die ehemalige Regie-Assistentin also nur die Form, nicht das Thema gewechselt. „Ich weiß gar nicht, wie ich den Bogen spannen soll: Ich habe schon früher öfters Lyrik verfasst. Im vergangenen Jahr habe ich mich dann verstärkt mit dem Burgenland auseinandergesetzt.“ Eines führte zum anderen und so entstand schließlich der Gedichtband.

Nach wie vor ist sie „viel unterwegs und nicht immer in Mörbisch. Mit meinem Mann habe ich sehr lange in Wien gewohnt, mit meinem Sohn sind wir dann nach Mörbisch übersiedelt.“ Ihrer alten Heimat musste sie sich nach Jahren in urbaneren Gegenden wieder erschließen und gemeinsam mit ihren Sohn „einverleiben“. Den Wohnortwechsel verarbeitete sie schließlich auch literarisch und so entstand vergangene Woche der erste Lyrik-Band.

Zweiter Band bereit für die Druckerpresse

Wie es mit dem Schreiben weiter geht, weiß die in Mörbisch aufgewachsene Schriftstellerin schon: „Der nächste Lyrikband ist bereits fertig geschrieben. Dabei geht es in eine etwas andere Richtung: gereimte Kinderlyrik. “, gibt die Autorin einen kleinen Vorgeschmack. Teil zwei ist bereits fertig geschrieben und „muss nur noch aufbereitet und gedruckt werden.“