Festival-Hit in der Cselley Mühle

Das Gipfeltreffen der Musik, Literatur und Kleinkunst war auch in seiner dritten Auflage legendär: Gleich mehrere Generationen feierten die Osliper Mühle.

Wolfgang Millendorfer
Wolfgang Millendorfer Erstellt am 28. Mai 2017 | 14:33
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Einen klingenden Namen hat ja allein schon das Festival: „C‘est la Mü“ – das ist sie also, unsere Cselley Mühle! Schon vom Start weg versetzte das ebenso familien- wie szenetaugliche Fest seine Besucher in freudige Aufregung. So auch am Samstag, als das Mühlen- und Veranstalter-Team rund um Hannes Tschürtz erneut so ziemlich alles, was derzeit angesagt ist, in die Osliper Kultur-Institution holte.

Hunderte Gäste – jeder einzelne gewissermaßen ein Freund der Mühle – waren zwischen Kellertheater und Galerie, zwischen Stadl und Gartenbühne unterwegs. Bespielt wurde jede Ecke der Cselley Mühle. Und Robert Schneider servierte dazu sein traditionell-köstliches Spanferkel …

Für den Auftakt am frühen Nachmittag sorgte Hannes Tschürtz selbst – mit seinem druckfrischen „Wörterbuch der Missverständnisse“; gleich darauf folgte mit Literatin Johanna Sebauer ein weiteres lokales Highlight: Die aus Marz stammende Wahl-Hamburgerin spielt geschickt mit Dialekten, grundsympathischen Figuren und genau beobachteten Alltags-Szenerien.

Feiern bis zum pannonischen Sonnenaufgang

Noch mehr „Gelesenes“ gab’s von Dirk Stermann, Teresa Präauer und Cornelia Travnicek; die Gebrüder Moped erfreuten mit einem Best-of-Programm, Rudi Fußi mit spitzen Pointen. Musikalisch hatte der Nachmittag etliches zu bieten: mitreißende Shows von Alma, Ankathie Koi oder Kaiko etwa; selbst an einen „Kinder-Rockstar“ wie Matthäus Bär hatte man gedacht.

Als im Publikum nur mehr vereinzelt die Vertreter der jüngsten Generation auszumachen waren, legte das Festival mit Wallis Bird, Bo Candy und seinen Broken Hearts – der Mühlen-Lokalmatador schlechthin – Voodoo Jürgens und Johann Sebastian Bass noch eins drauf.

Am Ende der Nacht, im pannonischen Sonnenaufgang, blieb die beruhigende Erkenntnis, dass die Cselley Mühle wohl für alle Zeiten als sicherer Hafen für Künstler und Fans gefeiert werden kann und wird – und die Vorfreude auf das nächste Mal „C’est la Mü“ …