Margarethener bei Notlandung: „Da wird einem anders“

Christian Klemenschitz aus St. Margarethen saß in jenem Eurowings-Airbus, der am Donnerstagabend in Prag notlanden musste, und schildert seine Eindrücke.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 26. April 2017 | 06:17
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Notlandung Eurowings Prag Christian Klemenschitz St. Margarethener „Da wird einem anders“
Zwischenfall. Am Donnerstagabend musste ein Eurowings-Airbus in Prag notlanden. Im Flugzeug war ein St. Margarethener - er sprach mit der BVZ über den Vorfall.
Foto: zVg

„Da wird einem schon anders“, fasst Christian Klemenschitz die bangen Minuten in jenem Eurowings-Flugzeug zusammen, das am vergangenen Donnerstag mit rund 100 Passagieren an Bord aufgrund von Rauchentwicklung im Frachtraum in Prag notlanden musste.

Der St. Margarethener war beruflich in Bremen gewesen und wollte anschließend von Hannover mit dem Billigflieger um 17.09 Uhr nach Wien zurück.

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Christian Klemenschitz St. Margarethener bei Notlandung „Da wird einem anders“
Zwischenfall. Am Donnerstagabend musste ein Eurowings-Airbus in Prag notlanden. Im Flugzeug war Christian Klemenschitz (Bild). Zehn Feuerwehrautos waren im Einsatz. Foto: Sorger
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„Wir wären um 18.45 in Wien angekommen und hatten gerade das Essen bekommen, als Warnleuchten angingen und durchgesagt wurde, dass wir den Sinkflug antreten, weil wir notlanden müssen“, schildert Klemenschitz. „Ich bin vorne gesessen und hab die Aufregung des Personals mitbekommen. Man nimmt dann alles ganz anders wahr – jedes Geräusch am Flugzeug. Von hinten hat eine Frau gerufen: ,Müssen wir jetzt alle sterben?‘ Diese zehn Minuten bis zur Landung hatte ich schon ein mulmiges Gefühl.“

Am Vaclav-Havel-Flughafen in Prag stand schon die Feuerwehr bereit: „Wir durften zunächst aus Sicherheitsgründen unser Handgepäck nicht mitnehmen“, so Klemenschitz, den dann eine Odyssee erwartete: „Uns wurde nur wenig gesagt. Der Flug wurde gecancelt. Um 23 Uhr hieß es, dass Busse vor dem Flughafen bereitstehen. Ich bin rausgelaufen, aber da waren keine Busse.“

Er teilte sich mit anderen Passagieren ein Taxi nach Wien und kam schließlich um 2.30 Uhr nachts in St. Margarethen an. Sein Fazit: „Noch einmal brauch ich das nicht!“