Corona-App aus Hornstein. Roland Knor aus Hornstein entwickelte ein System zur sicheren Rückverfolgung von Kontakten bei Corona-Fällen auf Events.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 26. September 2020 (04:55)
Sicher. Roland Knor (l.) ist nicht nur Obmann der BBC Nord Dragonz und Vize-Präsident des Burgenländischen Basketball Verbandes (BBV). Mit seiner Hornsteiner IT-Firma datasys erstellte er ein System für Contact Tracing, das für Sportvereine kostenlos verfügbar ist.
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Die meisten kennen Roland Knor nur als Basketball Enthusiasten — eigentlich ist der Obmann der BBC Nord Dragonz und Vize-Präsident des Burgenländischen Basketball Verbandes (BBC) aber Informatiker. Mit seiner Hornsteiner Firma datasys hat er nun ein System entwickelt, das den Datenschutz wahren und beim sogenannten Contact Tracing helfen soll.

Wenn etwa ein Besucher eines Events kurz danach positiv auf Covid19 getestet wird, kann das System helfen, die Kontakte nachzuverfolgen. Das größte Problem beim Contact Tracing sind die datenschutzrechtlichen Bedenken. Bei „EASSy“ soll es diese nicht geben. Die Kontaktdaten — die Handynummer, die Mail- oder auch die Wohnadresse — werden verschlüsselt, als QR-Code gespeichert und sind nur mit dem entsprechenden Schlüssel auszulesen.

„Selbst wenn ein Hacker den QR-Code hätte, würde es jahrelang dauern, ihn ohne den passenden Schlüssel zu knacken“, versichert Knor. Zugang haben daher nur die beiden datasys-Geschäftsführer. Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass eine coronakranke Person an einer Veranstaltung teilgenommen hat, werden die Daten den Behörden übermittelt, damit diese alle Teilnehmer verständigen können. Andernfalls werden die Daten nach drei Wochen automatisch gelöscht. Für Sportvereine ist „EASSy“ kostenlos nutzbar.