6.000 Lehrerinnen und Lehrer geimpft

Am vergangenen Samstag bekamen rund 6.000 burgenländische Lehrer die erste Corona-Impfung. Es kam teilweise zu erwartbaren Impfreaktionen, Schäden gab es keine.

Peter Wagentristl
Peter Wagentristl Erstellt am 18. März 2021 | 04:12
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Am vergangenen Samstag wurde rund 6.000 Lehrer und Kindergarten-Pädagogen die erste der beiden Corona-Impfungen von Astra Zeneca verabreicht.

Die lange Vorlaufzeit für den Impfstart mussten Lehrer und Schulleiter nutzen, um sich vorzubereitn. Die Nebenwirkungen der Impfung scheinen nämlich durchaus spürbar zu sein. In der Volksschule Eisenstadt musste man etwa nach der Impfung auf 16 (!) Lehrer verzichten, die mit milden Symptomen zuhause bleiben mussten.

„Am Samstag war ich impfen, am Sonntag bekam ich Kopfweh, Temperatur und Müdigkeit. Aber es ist aushaltbar, weniger schlimm als Grippe. Hauptsache geimpft“,

sieht es ein Lehrer aus dem Bezirk gelassen.

„Die Kollegen haben Fieber, Kopfweh, Schwindel und ähnliches Nebenwirkungen nach der Impfung“, erklärt Direktorin Charlotte Toth-Kanyak. In ihrer Schule habe man sich aber auf Ausfälle nach den Impfungen eingestellt und vorausschauend Konzepte entwickelt: „Ich hatte Plan A bis Plan D in der Schublade“, erzählt die Schulleiterin. Zum Zug kam schließlich Plan B: Die Tagesheimbetreuer wurden im Vorfeld informiert, dass sie möglicherweise einspringen müssen. So kam es dann auch, sieben Freizeitpädagogen sprangen am Vormittag für ihre Kollegen ein. Alle Fäche wurden dabei aber nicht ersetzt, „Werken, die Deutschförderklasse und andere Zusatzangebote mussten wir absagen“, so Toth-Kanyak.

Mit langfristigen Ausfällen ist jedenfalls nicht zu rechnen, Impfnebenwirkungen klingen — im Gegensatz zu den extrem seltenen Impfschäden — meist schon nach wenigen Tagen gänzlich ab.

Das Impf-Wochenende beim burgenländischen Lehrpersonal sei trotz Ausfällen gut über die Bühne gegangen, lautete eine erste Bilanz. All jene, die sich freiwillig für die Covid-Impfung gemeldet hatten, seien auch zum Zug gekommen. Mit den bekannten Nebenwirkungen habe man rechnen müssen. Etwaige Ausfälle habe man im Vorfeld auch einkalkulieren müssen, sagt Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz im BVZ-Gespräch: „Es war einiges an Organisation nötig, aber wir waren auch darauf vorbereitet. Der Schulbetrieb konnte aufrecht erhalten werden und die Ausfälle wurden und werden ja bereits sukzessive abgebaut.“ Generell läuft der Betrieb an den burgenländischen Bildungseinrichtungen; mit der Impfung hofft man nun auf zusätzliche Erleichterung im Schul-Alltag.

Auch in Großhöflein gab es nach der Impfung drei Ausfälle wegen Nebenwirkungen, in Mörbisch meldeten sich zwei Lehrer wegen Fiebers und Kopfweh krank. Eine Schularbeit musste deswegen nach Absprache mit den Eltern verschoben werden.