Eisenstädter Bischof Zsifkovics kritisierte EU und WHO

Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics hat in seiner Funktion als österreichischer "Europabischof" Kritik an der EU und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geübt. Die Institutionen hätten mit ihren Reaktionen auf die Corona-Pandemie "eigentlich versagt", gab der 56-Jährige laut einer Kathpress-Aussendung vom Sonntag im ORF-Osterinterview zu Protokoll.

Erstellt am 12. April 2020 | 10:58
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Bischof Ägidius Zsifkovics im BVZ-Weihnachtsinterview
Foto: Millendorfer, BVZ

Zsifkovics zeigte sich überzeugt, dass Europa vieles mehr machen hätte können. "Aber wer ist Europa? Europa sind wir alle. Jeder Staat", betonte der Bischof. Nun müsse Europa zeigen, dass es Werte wie Einheit und Solidarität auch wirklich lebt. "Das wird es brauchen, um wirtschaftlich wieder langsam auf die Beine zu kommen", hob der gebürtige Güssinger hervor.

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Wie auch Kathpress in einer Aussendung berichtete, sah Zsifkovics in der aktuellen Corona-Krise die "Stunde der Hauskirche" gekommen. Der Glaube könne daheim in der kleinsten Familie oder - wenn man alleine ist - auch mithilfe der modernen Kommunikationsmittel gefeiert werden. Die Kirche begleite die Menschen in jeder Situation, in Trauer und Angst, aber auch in Freude. "Und jetzt wollen wir und können wir durch die Medien auch mit den Gläubigen verbunden sein und Nähe zusprechen", wurde der Bischof zitiert.