Reibungslose Massentests im Bezirk Eisenstadt. Der Start der Massentests im Bezirk zeigte eine große Nachfrage aus der Bevölkerung. In keiner der Teststraßen kam es zu langen Wartezeiten oder großen Menschenansammlungen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Dezember 2020 (05:33)

Während in Westösterreich die Corona-Massentests nur schleichend anliefen, waren die vier Test-Stationen im Bezirk Eisenstadt Umgebung gut besucht. Online hatten sich bereits fast 40.000 Burgenländer vorangemeldet und auch der BVZ-Lokalaugenschein bei den Teststationen zeigte ein reges Treiben.

In Eisenstadt nahmen bis Donnerstag-Mittag 1.000 Personen teil. Bei einer Tageskapazität von 3.200 Tests ist somit noch Luft nach oben. Gerade zu Beginn lag die Auslastung bei hundert Prozent. Zu Staus oder Verzögerungen kam es aber nicht.

Bis Redaktionsschluss gab es in der Landeshauptstadt keine positiven Ergebnisse, insgesamt sind für den Testzeitraum bisher 3.800 Personen gemeldet. Auf acht Teststraßen können die 100 Mitarbeiter — großteils aus dem Magistrat, aber auch Freiwillige und Gemeinderäte — 400 Tests pro Stunde durchführen.

Disziplinierter Ablauf in der Landeshauptstadt

Testen ließen sich auch Bürgermeister Thomas Steiner und Alt-Landeshauptmann und BSO-Präsident Hans Niessl. Letzterer appellierte dabei „an unsere 2,1 Millionen Sportvereins-Mitglieder, eine der Teststraßen zu besuchen.“ Am selben Strang zieht auch Steiner: „Je mehr Personen sich testen lassen, umso wirkungsvoller ist diese Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie.“ Für die gute Organisation dankte er „dem Magistrat und unseren Partnern, dem Militärkommando Burgenland und dem Roten Kreuz.“

Probleme hatten nur einige Getestete mit dem Ergebnis: Viele Smartphones erkennen den Link zum Ergebnis, den man nach etwa 20 Minuten per SMS erhält, nicht richtig. Für solche Fälle hat man allerdings vorgesorgt und eine Hotline eingerichtet, betont man im Rathaus.

Schlangen in Neufeld, Purbach, Siegendorf

In allen drei Bezirks-Teststationen zeigte sich das gleiche Bild: Schlangen bis weit aus der Teststation hinaus. Der Purbacher Amtsleiter Michael Hoffmann lobte die Disziplin der Purbacher, Breitenbrunner und Donnerskirchener (jede Gemeinde kommt an einem anderen Testtag dran): „Die Leute kommen teilweise schon 20 Minuten vor ihrem Test-Termin!“ Er bedankt sich auch bei den vielen Helfern: Gemeindebediensteten, dem Roten Kreuz und dem Bundesheer sowie vielen Freiwilligen. Einige Test-Teilnehmer in Purbach berichteten allerdings von Wartezeiten von ber einer Stunde.

Auch die Siegendorfer schlängelten sich durch den Nieselregen mit Sicherheitsabstand aus der Teststation hinaus. Bürgermeister Rainer Porics half selbst mit bei der Registrierung.

Der Andrang am ersten Testtag war im Neufelder Kulturzentrum enorm. „Für heute sind wir ausgebucht“, lässt Neufelds Bürgermeister Michael Lampel wissen. 880 Personen haben sich für den ersten Tag zum Test angemeldet. „Ich bin von der Disziplin der Leute überrascht“, merkt Lampel an, der selbst mit seinen Gemeindemitarbeitern und der Stadtfeuerwehr anpackte.