Bezirk Eisenstadt: Kunden zahlten, Ware kam nicht

34-Jähriger heuer zum zweiten Mal wegen Internetbetrügereien verurteilt.

Erstellt am 07. November 2021 | 06:04
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Geld kassiert, Ware nicht verschickt: Weitere sechs Monate Haft.
Foto: Symbolfoto: Chat Karen Studio, shutterstock.com

Drei Smartphones und eine Lautsprecher-Box bot ein 34-jähriger Mann aus dem Bezirk Eisenstadt zwischen Juni 2020 und Juni 2021 im Internet zum Verkauf an.

Vier Kaufinteressenten bezahlten die Ware vorab, warteten aber vergeblich auf die Lieferung.

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Der Schaden betrug insgesamt 765 Euro. Irgendwann verloren die Käufer die Geduld und erstatteten Anzeige.

Bei der Polizei war der Internethändler kein Unbekannter: Er war bereits am 22. April dieses Jahres wegen ähnlicher Betrügereien zu 20 Monaten Haft verurteilt worden.

Während er auf den Haftantritt wartete, habe er sein gesamtes Hab und Gut verkauft, gab der Angeklagte vor Gericht bekannt.

Auch sein letztes Handy bot er im Internet zum Kauf an. Ein 68-jähriger Wiener überwies noch im Juni 120 Euro.

„Vereinbart war, dass er es gleich wegschickt“, berichtete der gutgläubige Käufer vor Gericht. Dann schrieb der Angeklagte, er habe einen Unfall gehabt und liege im Spital. Später ließ er wissen, sein Schwager werde das Handy schicken, er selbst sei im Urlaub.

„Das Handy kam nie, das Geld wurde auch nicht zurückgezahlt“, sagte der Wiener.

Der 34-Jährige wurde wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu sechs Monaten Haft verurteilt, die er zusätzlich zur bereits verhängten Strafe verbüßen muss.