Modelleisenbahn-Enthusiast aus Neufeld: Alles auf Schiene

Erstellt am 13. Jänner 2023 | 04:05
Lesezeit: 3 Min
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Der Neufelder David Vouillarmets fertigt Zubehör und vereint ein vermeintlich altmodisches Hobby mit hochmodernen Produktionsmethoden.
Foto: Foto zVg
David Vouillarmets hat seine Liebe für große und kleine Züge zum Beruf gemacht.
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David Vouillarmets Geschichte ist eine Welt im Kleinen, in der die Eisenbahn und ein 3D-Drucker die Hauptrolle spielen. Der 24-Jährige machte vor vier Monaten seine Leidenschaft zum Beruf.

Mit seiner Firma SKRIVA.AT stellt der Neufelder Zubehör für Modelleisenbahnen her und vertreibt diese über seinen Onlineshop. Egal ob eine Telefonzelle, Sitzgelegenheiten, kleine Figuren oder ein Fahrkartenautomat, der Shop bietet alles, was das Modelleisenbahn-Herz begehrt.

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Erst im Kopf, dann am PC, weiter im 3D-Drucker und schließlich in den Händen von Modelleisenbahn-Enthusiasten landen die Werke von David Vouillarmets.
Foto: BVZ

Der gelernte Netzwerktechniker und Elektroniker entdeckte vor einigen Jahren den 3D-Druck für sich, nachdem er einen 3D-Drucker zu Weihnachten geschenkt bekam. „Es ist einfach faszinierend zu beobachten, wie Schicht für Schicht die Idee zur Wirklichkeit wird“, erzählt der Neufelder vom hochmodernen Produktionsprozess.

„Die Idee zur Firmengründung ist mir gekommen, da es viele Modelle so noch nicht am Markt gibt“, erklärt Vouillarmet. Der Name seiner Firma „SKRIVA“ kommt aus dem schwedischen, was „drucken“ bedeutet.

Die Begeisterung für Modelleisenbahnen hat David Vouillarmet seinem Opa zu verdanken. In seiner frühen Kindheit bekam der Neufelder nämlich von diesem ein Modelleisenbahn-Set geschenkt.

Mit der Eisenbahn die Welt erkunden

Auch Jahre später ist die Faszination für Züge ungebrochen. So fährt der 24-Jährige heute am liebsten mit der Bahn zur Arbeit. Auch für seine Urlaube bevorzugt er das praktische Fortbewegungsmittel. Seine längste Zugfahrt erlebte der Neufelder im Januar 2022, als es für ihn nach Umeå ging.

Die Reise startete abends in Wien mit dem Nightjet und zwei Tag später kam er in der schwedischen Stadt an. Längere Zwischenstopps fanden in Hamburg und Kopenhagen statt, wo er die Zeit nutzte, um die Architektur der Bahnhöfe zu bewundern. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Umeå trat er mit dem Zug abermals 24 Stunden seine Heimreise an, aber nicht, ohne einen Stopp in Stockholm einzulegen.

Warum der Zugliebhaber von dem Fortbewegungsmittel so hingerissen ist, kann er schwer in Worte fassen: „Es liegt nicht nur daran, dass ich als Kind gerne mit meiner Eisenbahn gespielt habe. Wenn ich in einem Zug sitze, kann ich einfach abschalten, komme zur Ruhe und kann meine Fahrt genießen. Ein schöner Nebeneffekt ist natürlich, dass es eine umweltschonende Art zu Reisen ist.“

Vom Reisen und Erkunden anderer Bahnhöfe nimmt Vouillarmet die Inspirationen für seine 3D-Modelle. Kunden können auch ihre eigenen Modellwünsche äußern, Vouillarmet bastelt diese zuerst am PC, bevor der Drucker sie schließlich physisch erzeugt.

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