Generalvikar Martin Korpitsch gestorben

Der Generalvikar der Diözese Eisenstadt, Martin Korpitsch, ist nach langer, schwerer Krankheit am Montagabend im Alter von 65 Jahren gestorben, teilte die Diözese am Dienstag in einer Aussendung mit.

Erstellt am 11. Mai 2021 | 09:17
Generalvikar Martin Korpitsch feiert Sechziger
Foto: Diözese Eisenstadt
Foto: NOEN, Diözese Eisenstadt

Bischof Ägidius Zsifkovics würdigte Korpitsch als "leidenschaftlichen Seelsorger, der die Menschen liebte". Korpitsch wurde 2013 zum Generalvikar ernannt und hatte im Vorjahr sein 40-jähriges Priesterjubiläum gefeiert.

"Martin Korpitsch war ein Priester, der die Kirche liebte, der mit ihr litt und ihr diente. Er war ein unermüdlicher Brückenbauer, weltoffen, ein Priester, der dem heutigen Menschen ganz zugewandt war", erklärte Bischof Zsifkovics. Er sei nicht nur eine wichtige Stütze in der Leitung der Diözese gewesen, sondern auch Mitbruder und guter Freund. Die Diözese habe am Ende ihres Jubiläumsjahres einen wichtigen Mann verloren, so Zsifkovics.

Anzeige

Korpitsch wurde 1956 in Graz geboren und verbrachte seine Kindheit in Mogersdorf im Südburgenland. Nach seinen Studien an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und der Ausbildung im Bischöflichen Priesterseminar der Diözese Eisenstadt in Wien wurde er 1979 im Eisenstädter Martinsdom zum Diakon geweiht. Ein Jahr später wurde er ebendort zum Priester geweiht und zum Kaplan der Dompfarre ernannt.

Als Pfarrer war Korpitsch unter anderem in Schützen am Gebirge, Pinkafeld und in der Landeshauptstadt tätig. 2013 wurde er von Diözesanbischof Zsifkovics zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Seit dem Martinsfest 2013 war er auch Domkustos des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt und seit Martini 2019 Dompropst.

ÖVP-Landesparteichef Christian Sagartz erklärte in einer Aussendung, mit Korpitsch verliere das Burgenland einen vertrauensvollen Seelsorger: "Als gestandener Südburgenländer suchte Martin Korpitsch immer den Ausgleich und war somit ein wichtiger Brückenbauer." Sagartz bedankte sich weiters mit Verweis auf die gemeinsame Arbeit in der "Katholischen Aktion" für die gute Zusammenarbeit.