Eisenstadt

Erstellt am 07. November 2018, 03:37

von BVZ Redaktion

Letzter Franziskaner verlässt Eisenstadt. Letzter Franziskanerpater wurde aus Eisenstadt abgezogen. Diözese übernimmt Franziskanerkirche und Seelsorge.

Wechsel. Die Franziskanerkirche wird von der Diözese übernommen.  |  BVZ

Wechsel. Die Franziskanerkirche wird von der Diözese übernommen.  |  BVZ

Über Jahrhunderte war der Franziskanerorden eine Institution in der Landeshauptstadt und stellte in der Franziskanerkirche die Seelsorge bereit. Nun wurde auf Beschluss des Ordens die Niederlassung in Eisenstadt aufgelassen. Der letzte verbliebene Franziskaner, Pater Michael Schlatzer, wurde mit 31. Oktober von seinem Orden endgültig abgezogen.

Die Diözese Eisenstadt, in deren Besitz sich das angrenzende Kloster bereits seit Langem befindet, hat sich angesichts dieser ordensautonomen Entscheidung bereit erklärt, die Franziskanerkirche zu übernehmen.

Im Auftrag von Bischof Ägidius Zsifkovics, dem die Zukunft der Kirche ein großes Anliegen ist, wird Pater Lorenz Voith, Bischofsvikar für die Orden in der Diözese, in den kommenden Wochen die Übergabe der Räumlichkeiten abwickeln.

Gottesdienste werden weitergehen

Gleichzeitig soll die Seelsorge an der Kirche neu geregelt werden, für die künftig Pater Achim Bayer verantwortlich ist. „Es ist auf jeden Fall vorgesehen, dass hier Seelsorge und Gottesdienste weitergehen“, ließ Pater Achim in einer Verlautbarung wissen.

Die Diözese ist bemüht, weiterhin Gottesdienste in der Franziskanerkirche anzubieten – im Rahmen einer für ganz Eisenstadt sinnvollen und personell machbaren Gottesdienstplanung.

Koordiniert Seelsorge. Pater Achim Bayer.  |  Diözese Eisenstadt

Pater Achim wird zu Martini, dem 11. November, um 8 Uhr die Messe in der Franziskanerkirche feiern. Die Messfeier um 10 Uhr wird wegen des Festgottesdienstes der Diözese Eisenstadt im Martinsdom, zu dem alle eingeladen sind, entfallen.

Bischof Ägidius Zsifkovics erklärt, er danke dem Franziskanerorden für seine lange und segensreiche Präsenz in Eisenstadt, deren ungeheure Verdienste um die Menschen und die kirchliche Kultur in der Landeshauptstadt nur schwer in Worten auszudrücken sind.