Kindergartenhelferinnen: Putzen oder arbeitslos. Weil ihr befristeter Vertrag ausgelaufen ist und der Ortschef sie weiterbeschäftigen will, müssen Helferinnen auch putzen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 25. März 2017 (05:02)
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NOEN, Symbolbild

Der befristete Vertrag einer Kindergartenhelferin ist ausgelaufen. „Sie wäre demnach arbeitslos geworden“, betont Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ). Gleichzeitig hätte er eine Reinigungskraft für den Kindergarten suchen und anstellen müssen.

„Daher habe ich den Kindergartenhelferinnen den Vorschlag unterbreitet, dass sie nach ihrer Arbeit abwechselnd auch die Reinigung des Kindergartens durchführen sollen. Ich habe der Helferin somit die Gelegenheit gegeben, einen Job zu haben und somit der Gemeinde Geld gespart. Eine Frau wäre arbeitslos gewesen und die Gemeinde hätte Geld für eine weitere Reinigungskraft ausgeben müssen“, stellt Heidenreich fest.

„Als Gemeindearbeiter überall einsetzbar!“

Für einige Aufregung sorgt der derzeitige Zustand, dass die Kindergartenhelferinnen auch den Kindergarten selbst putzen müssen, aber bei Umweltgemeinderat Werner Huf. „Das widerspricht dem Dienstrecht für Kindergartenhelferinnen“, ärgert sich Werner Huf (LBL).

Er hat sich mit seiner Beschwerde schließlich an das Land Burgenland gewendet. „Hier wurde mir Recht gegeben“, merkt Huf an.

In einer schriftlichen Stellungnahme dazu heißt es, dass „ein Gemeindebediensteter – wie jeder andere Dienstnehmer auch – grundsätzlich nur zur Leistung solcher Arbeiten verpflichtet ist, für die er aufgenommen worden ist.“ Dem entgegnet der Ortschef: „Alles korrekt.“